30 April 2011

Kopflastig

Damit es hier nicht nur philosophisch wird, kommen wir einmal zu einem ganz anderen Thema.

Gestern Abend war wieder Sonnenfinsternis im Shadow angesagt. Die einzige Party hier rundum, die ich kenne, auf der wenigstens zu zwei Dritteln die Musik gespielt wird, die ich kenne. Ich liebe diese Abende, auch wenn ich leider die einzige bin, die da im Reifrock aufkreuzt. Aber die einzige Gelegenheit im Monat, ihn zu tragen, werde ich mir nicht nehmen lassen *g*

Und da ich finde, dass zu aufwändigen Outfits auch eine aufwändige Frisur gehört, habe ich gestern etwas neues getestet. Diese Frisur ist für das nächste WGT geplant, allerdings war ich mir nicht sicher, ob die Umsetzung überhaupt möglich ist.
Leider bin ich einfach nicht gut darin, nur meine eigenen Haare zu benutzen, zumal die ja auch grade nur bis knapp über die Schulterblätter gehen, daher müssen bei Hochsteckfrisuren grundsätzlich die Haarteile ran. Noch...
Ich war überrascht, wie gut das funktioniert hat. Der ganze Wust hat sich kaum gelöst, auch wenn etwas mehr Haarspray und mehr Haarnadeln beim nächsten Mal nicht verkehrt sind. Und ich muss darauf achten, die Enden besser einzudrehen, ich hoffe, dass es Pfingsten besser funktionieren wird, weil die Haarteile da komplett neu sind.
Schwer war sie nicht zu stecken und ich gehe da relativ chaotisch ran. Strähne für Strähne wird irgendwie ohne Plan quer über dem Kopf zwei oder dreimal fest geklemmt. Meine eigenen Haare hinten hab ich einfach mit eingedreht und vorne hab ich einen Teil antoupiert und an den Seiten befestigt. Vier Strähnen hingen lang herunter und der Pony blieb einfach ungestylt.
Das Ergebnis war eine recht hohe, volumenöse Hochsteckfrisur. Und auf dem WGT wird es das Ganze dann mit Locken geben.

Ich musste das Bild von vorne extrem stark aufhellen, ich fürchte, man kann kaum etwas erkennen, beim nächsten Mal mach ich es besser. Versprochen.
Von hinten sieht es relativ unspektakulär aus, aber das störte mich jetzt nicht so. Ich bin sehr neugierig, wie es dann mit den Locken wirken wird.

28 April 2011

Soulpart

Weißt du, ich glaube, es kommt darauf an, dass man sich selbst akzeptiert und irgendwann beginnt, sich auch wirklich zu mögen. Mit allen Ecken und Kanten.
Ich finde einige Dinge hübsch an mir und einige Dinge kann ich gar nicht leiden. Aber insgesamt bin ich für mich der Meinung, dass ich ein hübscher Mensch bin. So wie du.
Ich hab tolle Charaktereigenschaften und ich hab wirklich fiese Charakterzüge. Aber insgesamt bin ich für mich der Meinung, dass ich ein umgänglicher Mensch bin. So wie du.
Ich weiß aus Erfahrung, dass sowas nicht leicht ist. Man hört immer auf das Schlechte, denkt selten über sich selbst positiv. Warum auch, man könnte ja auch gleich als arrogant bezeichnet werden. Das will man ja auch nicht.
Eine gesunde portion Egoismus und Arroganz sind zwei verschiedene Dinge. Darauf sollte man achten.
Du musst nicht die haare blau-pink färben, weil es gerade jeder macht. Du musst nicht in Größe krank passen, weil du sonst keinen Freund findest. Du musst nicht deinen Lieblingsfilm auf einem 3 meter großen und 2 mm flachen Fernseher sehen, weil dir große Ladenketten dein Geld abnehmen wollen. Und warum solltest du so sein, wie jemand anderes es möchte? Die Leute, die dich um deiner Selbst willen mögen, das sind die, auf die du hören kannst.
Wenn man mit sich zufrieden ist und sich selbst so akzeptiert, wie man ist und das gern hat, dann fällt es einem auch leichter, andere Menschen zu tolerieren und zu akzeptieren. man kann deren Ansichten und Beweggründe vielleicht nicht nachvollziehen oder verstehen, aber man kann sie so sein lassen, wie sie sind. Denn das will ich ja auch von denen. Es fällt leichter, anderen Respekt entgegen zu bringen.
Manieren und Höflichkeit halte ich einfach mal für Selbstverständlichkeiten im sozialen Miteinander.

Mir wurde mal der Spruch entgegen geschleudert, ich solle "andere so behandeln, wie ich behandelt werden" wolle. Meine Antwort darauf war "genau das tue ich" Unglücklicherweise behandelte ich meinen Gegenüber mit mehr Erwartung als er mich.
Es wird immer Tage geben, an denen man sich weniger mag und dann treffen Sprüche und ähnliches auch. Aber das bringt dich nicht um. Es wird auch wieder bessere Tage geben.
Es wird immer etwas geben, dass dich aufregt, dass du gerne ändern würdest. Das ist okay.

Prioritäten für das eigene Leben setzen. Wissen, welche Lebensbedingungen mir gut tun, mich zufrieden sein lassen. Jeder findet das für sich selbst irgendwann heraus. Sei es Leben, Liebe, Geld, Karriere, Familie oder sonst irgendwas. Manchmal merkt man erst, dass man sein Ziel erreicht hat, wenn man schon lange dort ist. Da heißt es einfach, jeden Moment genießen.
Ich meine damit nicht, dass man irgendwann aufhören soll, nach etwas zu streben. Man hat immer kleine oder große Träume und Ziele. Aber man sollte dabei die kleinen Erreichten nicht vergessen.

Ich habe nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen, ich bin nicht der Maßstab für alle anderen, dann wäre dieser Text auch nur eine Lüge. Es ist lediglich der Versuch, dir zu erklären, warum ich so bin und keine Probleme damit habe.

In Frieden

Ich lebe schon seit 2006 hier, aber ich bin leider noch nicht dazu gekommen, viel vom schönen Rheinland zu sehen. So ein bisschen macht das Nähen zum Stubenhocker *g*
Doch am Ostersonntag hat mein Liebster mich geschnappt und ist mit mir endlich die beiden Friedhöfe besuchen gegangen.

Der Nordfriedhof ist der moderne von Beiden. Er unterscheidet sich nicht groß von so gut wie allen neueren Friedhöfen und hat auch nicht viel alte Gräber. Aber ruhig und entpannend ist er auch. Ich habe mich selten so beruhigt gefühlt in den letzten Wochen.

Der zweite Friedhof wird schon lange nicht mehr genutzt. Henrik vermutet, dass, wenn die letzten Nutzungsrechte abgelaufen sind, der ganze Park einem Parkplatz oder Neubau weichen muss. Das Grundstück liegt nun einmal mitten in der Stadt. Ich hoffe einfach, dass irgendeine Familie ein Grab für 400 Jahre im Vorraus bezahlt hat.
Das älteste Grab, dass wir gefunden haben, war von 1883 und das älteste Geburtsdatum war von 1803. Ich finde es manchmal schwer vorstellbar, dass ich vor dem Grab eines Menschen stand, der vor über 200 Jahren geboren wurde.
Es kümmert sich niemand mehr wirklich um die Gräber, daher sind oft schon Kreuze von Säulen gefallen, Grabsteine umgekippt und alles überwuchert und kaum lesbar, aber das macht den Charme ja aus. Leider hab ich vergessen, die Linse der Kamera zu säubern, daher sind lauter kleine Lichtfeen auf den Bildern.
An einem Bild von diesem Baum kam ich nicht vorbei. Diese ganzen umschlungenen Äste...

Unglücklicherweise versammeln sich am Eingang immer die Obdachlosen und Alkoholiker abwechselnd mit der heutigen ... lauteren ... Jugend. Es stehen Bierflaschen hinter Grabsteinen, Graffittis an Kapelle und Gräbern, Scherben, Müll...das übliche leider.

Der jüdische Friedhof hier ist leider immer verschlossen und ich hab den zuständigen Menschen bisher nicht ans Telefon bekommen können.

27 April 2011

Und am Anfang war ....

die Eröffnung.
Mein zweiter Blog, er war mir irgendwie ein Bedürfnis.
Was genau hier hinein gehört, wird sich erst im Laufe der Zeit zeigen. Es werden wohl Dinge, Erfahrungen und Erlebnisse sein, die ich mir bewahren möchte.

Mal werde ich mehr, mal weniger aktiv sein und hauptsächlich ist er für mich.
Jeder ist eingeladen, aber Rücksicht wird nur auf mich genommen :)

Und ein erneutes Danke an meine herzallerliebste Schwester für das Design.

12 September 2010

Traum zu Wirklichkeit

Die Eröfffnung war vielversprechend. Preise, Waren und Laden sind gut angekommen und ich hatte nur nette Leute im Laden.

Ich weiß natürlich, dass nicht jeder Tag so gut laufen wird, aber ich bin mit der Kasse gut zurecht gekommen, es ist nichts verschwunden und überhaupt war alles recht nett.
Bis zehn Uhr waren wir gestern im Laden *g* Und haben zu viert noch zwei Flaschen Sekt getötet. Dementsprechend war auch mein Kater heute *seufz*

Ich danke euch allen für die Motivation, die beruhigenden Worte und das Daumen Drücken :)

Und hier ein paar kleine Bilder von der Eröffnung, der Dank dafür gebührt natürlich Marion, die so nett war und meinen kleinen, besonderen Tag festgehalten hat:

Dazu eine geschaffte, aber glückliche Ladenbesitzerin: