22 September 2013

Politik und Äußerlichkeiten

Okay, die Ergebnisse sind ja noch nicht in Stein gemeißelt, aber für mich zeichnet sich ja schon jetzt die absolute Wahlkatastrophe ab. Nochmal 4 Jahre den Bundesbernhardiner?
Leute, der hat schon 8 Jahre gezeigt, dass er nichts kann. Jetzt hätten wir doch dem kleinen Nagetier der SPD mal die Chance geben können, zu beweisen, dass sie es auch nicht besser können.
Und ich sehe schon wie letztes Mal alle Schwarz- und Nichtwähler nach zwei Wochen jammern, nur weil ihr Gedächtnis sie im Stich gelassen und das Regierungsdesaster vom letzten Mal verdrängt hat. Wenigstens sind wir den des Englischen nicht mächtigen Außenfremdschämfaktor los.

So...meine Enttäuschung musste ich irgendwie loswerden. Und tief im Inneren hoffe ich auf ein politisches Wunder. Sonst werde ich irgendwann noch Nichtwähler....gnah....

Dafür war der Besuch der lieben Lene heute einfach schön :) Hat mich sehr, sehr gefreut, meine Liebe.

Und weil ich die Fragen der Challenge ein wenig Nichtssagend für lange Antworten finde, erledige ich direkt eine ganze Woche auf einmal, allerdings unter Auslassen von ein oder zwei Fragen.

Day 16 – What's the most casual you've ever dressed?
Day 17 – Your favourite Goth brand.
Day 18 – Worst hair experience.
Day 21 – What body mod do you have or have you considered?

Hm, wenn es praktisch sein muss...schwarze Hose und Shirt mit Aufdruck (derzeit mein liebstes Dr Who Shirt). Ein Umzug lässt sich schwerlich mit Rock und Trompetenärmeln erledigen. Eine bestimmte Lieblingsmarke habe ich nicht, da ich keine Klamotten kaufe. Das klingt komisch, aber meine Hauptkleidung ist nunmal meine Arbeitskleidung und den Rest nähe ich selbst :)
Die Haare hab ich schon immer lang, allerdings gab es 2009 eine merkwürdige Eskapade mit kurzem Bob des Deckhaares und einem dünnen Pferdeschwänzchens darunter. Fürchterliche Sache, wenn Friseurin und Kunde aneinander vorbeireden. Als sie die ersten Haare zu kurz gemacht hatte, war schon alles zu spät.
Und die letzte Frage für heute: Derzeit habe ich drei Tattoos und zwei Piercings. Allerdings möchte ich den Panther auf der Schulter gerne covern lassen, da er im Laufe der Jahre eher ein verschwommener Fleck geworden ist. Geplant ist eine Fledermaus, die die Flügel über beide Schulterblätter ausbreitet.

21 September 2013

Papierberge

Nach einer mehr als anstrengenden Woche hab ich morgen endlich meinen verdienten freien Tag und in zwei Wochen endlich Urlaub. Und natürlich habe ich diese Woche keinen einzigen Griff am Oberteil für den Ball nächsten Samstag getan. Mal schauen, ob ich noch was schaffe, bevor die liebe lene morgen hier aufkreuzt und nachdem wir wählen waren. Wenigstens das Probeteil...

Nunja, eigentlich geht es mir um etwas anderes, was mir schon länger auf der Seele brennt. Daher verschiebe ich auch den nächsten Eintrag der Goth Challenge.
Das Thema Umweltschutz geistert ja durch das Leben wie sonst nichts. Und das ist auch richtig. Überall liest man Beiträge, Posts, Feeds, Aufsätze und was weiß ich nicht noch, was man alles tun muss.
Aber.....was mich jeden Samstag aufs neue wundert: Wenn doch alle so auf Umweltschutz aus sind, wieso haben wir dann nicht mehr Werbeverweigerer? Was ich jeden Samstag an Papier und Plastik in Form von "Einkauf Aktuell" verteile, ist schon krass. 
Und diese Woche ist es ja noch schlimmer. Wer keine kostenlosen Zeitungen verweigert (ein Aufkleber genügt ja) bekam gestern die EA und heute die Bild. 
Nun gut, wer das Zeug lesen will, der soll das bitte tun, dann ist es ja auch nicht sinnlos bedruckter Müll. Aber nicht selten werfen die Kunden noch vor meinen Augen den ganzen Kram in die Tonne. Ob getrennt oder nicht.... Ich bin mir sicher, dass es den ganzen Infoblättern und kostenlosen Wochenblättchen nicht anders ergeht.

Das ist einfach pure Umweltverschmutzung. Ein paar kleine Aufkleber "Bitte keine Werbung und kostenlosen Zeitungen" mehr und vielleicht wäre der Papiermüllberg schon etwas kleiner. Wenn man das Zeug nicht braucht, dann sollte auch nicht zur Entstehung beitragen.

15 September 2013

Kunst kommt von Können....

Man sollte mir einfach keinen Wein geben *seufz*
In zwei Wochen ist Ball, ich habe noch nichts anzuziehen und dank meiner Weineskapade des gestrigen Abends war ich heute völlig unmotiviert, auch nur das Schnittmuster zur Hand zu nehmen. Aber wenigstens die Goth Challenge können wir ja weitermachen. Und da die beiden nächsten Fragen wieder nicht viel Text verlangen, werden sie wieder direkt zusammen beantwortet.

Day 14 – What was your best and worst DIY disaster.

Mit dem Besten ist das immer so eine Sache. Da man sich ja nun doch kontinuierlich verbessert, ist mein am besten gelungenstes Werk immer das aktuell fertig gestellte.

Mein schlechtestestestestes Werk habe ich natürlich nicht fotografiert. Das Ding sollte anno 2001 mal ein schwarzes Kleid aus Pannesamt mit dunkelblauem Pannesamteinsatz werden. Ähnlich diesem hier. Aber das hat mir vorne und hinten nicht gepasst, nicht gefallen und wurde immer schlimmer, je mehr ich daran herumpfuschte. Als ich mich dann entschied, nur das Oberteil zu machen und den Rock weg zu lassen, stand ich plötzlich in einem viel zu engen Top bauchfrei da. Wurgs....
Erstaunlicherweise haben sich zwei Schwestern meines Ex damals tatsächlich drum gerissen und es getragen. 


Day 15 – Your favourite or most expensive item in your wardrobe.

Most expensive...oh ja, das ist definitiv das Panier der lieben alwa petroni. Ich glaube, in meinem Leben hab ich noch nie soviel für "Unterwäsche" bezahlt *gg*


Mein allerliebstes Lieblingsstück ist ein Oberteil aus Resten, das ich bei jeder passenden oder auch nicht passenden Gelegenheit trage. Ärmel, Stehkragen und ein Teil der Vorderseite sind aus Ausbrennersamt, der Rest aus Jersey. Leider kann ich es nicht zeigen, weil einfach keine Batterien für die Kamera aufzutreiben sind, aber der Schnitt ist der gleiche, wie dieser, nur ohne die Rüschen am Ende der Ärmel.

12 September 2013

2 Tage Goth Challenge

Während die Maschine neben mir das derzeit älteste selbstgenähte Stück habe, das ich besitze (mein erstlingswerk ist ja mittlerweile fort) dachte ich, ich nehme mir die Zeit und beantworte die nächste Frage.

Day 12 – What's your gothic inspiration?

Diese Frage finde ich merkwürdig, gerade, wenn man die letzte bedenkt. Aufs Äußere bezogen finden sich im Netz und auf Festivals zuhauf toller Inspirationen. Im Freundeskreis und im großen, grünen Forum.
Jumeria hat mich schon sehr oft inspiriert oder auch die liebe Niniel-Chan. Eine heimliche Inspirationsquelle ist Grevina Patrizia. Ich könnte noch so viele mehr aufzählen, aber dann wäre ich irgendwann bei allen schwarzen NuSchen angelangt und das ist ja nicht Sinn der Sache. Fakt ist eben, dass Inspiration überall zu finden ist, wenn man die Augen offen hält.

Und weil ich noch 4 Minuten Zeit habe und die Frage schnell beantowrtet ist, gibt es auch noch die nächste:

Day 13 – What was your first band t-shirt?

Das hier. Stolz wie Oskar hab ich es getragen, bis es auseinander fiel.


Es folgten noch so einige weitere. Auch in der Metalphase hatte ich so die "gängigsten" von Dimmu, Cradle und Children of Bodom. Mit Beginn meines Gruftiseins hörte es mit Bandshirts plötzlich auf. Aus persönlichen Gründen hatte ich natürlich von "Das Scheit" noch welche, aber das war es auch. Wenn mir nach Bandshirt ist, klau ich Henrik eines aus dem Schrank *g*

09 September 2013

Lebenseinstellung?

Bevor ich mich an den Abwasch und die Wäsche mache, beantworte ich noch die nächste Frage

Day 11 – Is Goth a lifestyle for you?

Eigentlich wäre das mit einem einfachen "Ja, natürlich" für mich gegessen. Aber aus einem undefinierbaren Gefühl heraus, glaube ich, dass das nicht reichen wird.
Und anstatt hier jetzt großartig zu lamentieren, dass die schöne schwarze Hülle nun einmal gefüllt sein muss und man sich ja so und so fühlt, erlaube ich mir, zu zitieren.
Weil ich gerade wild nickend vor diesem Blog gesessen habe und mich beinah in jedem Text wiederfinden kann und diese Worte eine perfekte Antwort auf obige Frage sind:

"Seine Erscheinung ist im Grunde ein nach außen hin zur Schau getragener Teil seines Wesens, die Enthüllung seines inner goth, ein öffentliches Bekenntnis zur Düsternis als Teil seiner Essenz, ein Symbol dafür. Daher ist es auch ein Ding der Unmöglichkeit, einen Grufti zum Normalo zu bekehren. Es wäre Selbstaufgabe." (Quelle)

Ich hoffe, das Zitat ist erlaubt, aber bessere Worte hätte ich nicht finden können. Sie erklären ohne Umwege, warum ein Grufti keine Modepuppe ist und warum so viel mehr dahinter steckt.... oder stecken sollte...

07 September 2013

Die Woche überstanden...

Endlich komme ich wieder zum Bloggen.
Die letzte Woche war auf der Arbeit extrem anstrengend. Wir sind in Werbematerial förmlich ertrunken und zu aller Freude *gnah* musste ich auch noch einen Tag allein den Teamleiter mimen. Prompt mit Krankmeldung und allem drum und dran. 
Aber ich hab es überlebt, alle sind jetzt stolz auf mich und ich habe...Wochenende :)
Und da sogar meine Schwester dringend auf die Fortsetzung der Goth Challenge wartet, machen wir mit Tag 10 weiter:

Day 10 – What do you hate and love about the subculture?

Eine Frage, auf die ich mit nur einem oder auch 100 Sätzen antworten könnte. Ich versuch es mal in erträglicher Form. Zuerst muss ich aber erwähnen, dass ich, seit ich den Laden nicht mehr habe, mir den Kreis derer, die ich um mich herum gerne habe, sehr genau aussuche. Und das wirkt sich natürlich auch auf Dinge, diese Frage betreffend aus.

Vor allem anderen mag ich es, wenn das tiefe Schwarz wieder in einem emporsteigt, sich einsam, anders und vor allem von allen Leuten und der "normalen Gesellschaft" im besonderen abgestoßen fühlt, trotzdem Menschen hat, die dieses Gefühl mit dir teilen und verstehen und dich trotzdem aufnehmen, weil du sie in diesem Moment brauchst. Dieses "ich bin nicht allein" in der Phase des Alleinseins. Versteht das jemand? Diese Abende bei Wein und Musik, wo nicht geredet werden muss...

Was ich nicht mag, lässt sich schwer beschreiben. Es ist nicht die Oberflächlichkeit, das Getue ums Äußere oder wer am beliebtesten ist. Das hatten auch wir vor 15 Jahren schon und auch die Generation vor mir war davor nicht gefeit. Was mir fehlt und was meiner Meinung nach abhanden gekommen ist, ist diese besondere Ausstrahlung, die die Grufties, gerade in Gruppen, umgeben hat. Dieses Besondere ist verschwunden, diese distanzierte Sanftmut.
Wenn man ihnen Farbe anzieht (was die meisten ja schon freiwillig machen) dann gibt es NICHTS, was sie anders macht.  Das war früher anders und ich mag diese Entwicklung nicht.