"Das gilt ja nur für andere" scheint sich in dieser Gesellschaft zu einem äußerst beliebten Motto entwickelt zu haben. Das beobachte ich jeden Tag. Sei es Vorfahrt achten, Parkverbot, Müll entsorgen, Bahn ein-und aussteigen etc.
Folgende Situation verdeutlichte mir dieses "Platz da, ich bin vielleicht nicht im Recht, aber das geht Dich gar nichts an" wieder einmal überdeutlich.
Madame Nachtkatze machte, als sie das hübsche gelbe Auto wieder auf dem posteigenen Parkplatz abstellte, ein älteres Ehepaar, das neben ihr parken wollte, in höflichem und äußerst kundenfreundlichem Tonfall darauf aufmerksam, dass eben dieser Parkplatz kein Öffentlicher sei und die Kollegen gleich wiederkämen und ihren Parkplatz bräuchten.
"ICH BIN ABER POSTBANKKUNDE"
Woha... man lässt sich ja gern anschreien. Nunja, ich hab ihn wiederum darauf aufmerksam gemacht, dass ihm sicher niemand verbieten wird, kurz zur Post zu gehen, dass er aber nun einmal NICHT auf einem Kundenparkplatz stehe und durchaus auch abgeschleppt werden könne.
Naja, mehr als freundlich warnen kann ich ja nicht, also ließ ich sie ziehen, ging rein und saß kurze Zeit später im Büro, als es an der Tür klingelte.
Eine junge Dame erzählte meinem verwirrten Hirn irgendetwas von "verbotenerweise falsch auf dem Parkplatz geparkt" Tja, was soll ich sagen, vor den beiden Privatwagen neben meinem POstwagen stand einer unserer Busse, so dass eben diese Leute nicht mehr ausparken konnten. Und besagtes älteres Ehepaar stand ebenfalls da und der Herr brüllte irgendwas von "Unverschämtheit" und "Willkür"
Naja, ich habe meine Kollegin, die den Bus gefahren ist geholt und sie gebeten, den Wagen wieder da weg zu setzen. Hat sie auch getan. Ich stand ind er Tür und durfte mich weiter mit dem Herren herumhsclagen, der herumzeterte, er würde sich eine neue Bank suchen. Natürlichhab ich ihm das völlig frei gestellt und dabei immer noch gelächelt. Auch bei seinen nächsten Beschimpfungen udn als er meinen Namen wissen wollte. Um sich zu beschweren.
Ich nannte ihm meinen Namen und sagte dann "Sie könne sich gerne beschweren, aber worüber denn? Ich habe meiner Kollegin ja nicht gesagt, sie soll sie zuparken"
"DOCH! Genau DAS unterstelle ich Ihnen jetzt aber!"
Sprachs, setzte sich in sein Auto und verschwand.
Es geht mir nicht um die Beschwerde, die wird er niemals abgeben. Er wird sich auch keine neue Bank suchen, da bin ich mir zu 100% sicher. Aber dieses Verhalten ist unter aller Sau. Ich war in keiner Sekunde unfreundlich zu ihm und wollte tatsächlich nur darauf hinweisen, dass er auch abgeschleppt werden könnte, wenn er pech hat. Und gedankt wird das mit herumbrüllen und haltlosen Unterstellungen.
Das ist wieder Mensch, der, als ich am Strassenrand halten musste, lauthals hupend hintermir bremste und mich - MIT HANDY AM OHR - zusammenstauchte, ob ich nicht weiter vorne parken und gefälligst den kompletten Strassenzug zu Fuß machen könnte....
Leute gibts....
Und in 3 Wochen weiß ich vielleicht endlich, ob das mit dem Teamleiter nun was wird oder nicht... und damit mit Stammbezirk und Festvertrag...