Als allererstes gelangt man zum Hexenturm:
Ich mag die Abtei wegen ihrer Stimmung. Ich hatte einmal das Glück und konnte in der Kirche den gregorianischen Gesängen der Mönche zuhören, das war so wundervoll.
Die Gärten und den Turm kann man nicht mehr besuchen. Von ersterem habe ich leider kein Foto, aber vomTurmblick noch eines, das Ingas Bruder gemacht hat, als wir vor zwei Jahren oben waren.
Und man steht da oben eine ganze Weile, weil man immer wieder überlegen muss, welchen Satdtteil man denn jetzt überhaupt sehen kann und ob das nicht schon vielleicht St Augustin oder gar Bonn ist (Wobei letzteres dank der geografischen Begebenheiten eher unwahrscheinlich ist).
Aber man kann unsere Wohnung von da oben sehen und ich konnte mir das Bild natürlich nicht verkneifen *g*
Durch einen kleinen Türbogen verlässt man die Mauern der Abtei wieder und betritt den Wald.
Und hier noch die verprochene Geschichte:
Um 800 wurde auf dem Michaelsberg die Burg errichtet und vom Grafen von Auelgau bewohnt.
1064 gründete dann der Kölner Erzbischof Anno II. eine Benediktinerabtei. Nach dem Tod des Erzbischofs 1075 wurde dieser in der Abtei beigesetzt. Anlässlich seiner Heiligsprechung wurde Anno 1183 in den Annoschrein übertragen, der in der Abteikirche besichtigt werden konnte.
Ab 1125 stellten für lange Zeit die Vögte der Abtei und erbauten 1243 eine eigene Burg in Siegburg. 1403 kommt es aufgrund einer Neubesetzung der Vogtstelle zu einem Krieg zwischen Abtei und Stadt, wobei Teile der Stadt in Brand geschossen wurden.
Um 800 wurde auf dem Michaelsberg die Burg errichtet und vom Grafen von Auelgau bewohnt.
1064 gründete dann der Kölner Erzbischof Anno II. eine Benediktinerabtei. Nach dem Tod des Erzbischofs 1075 wurde dieser in der Abtei beigesetzt. Anlässlich seiner Heiligsprechung wurde Anno 1183 in den Annoschrein übertragen, der in der Abteikirche besichtigt werden konnte.
Ab 1125 stellten für lange Zeit die Vögte der Abtei und erbauten 1243 eine eigene Burg in Siegburg. 1403 kommt es aufgrund einer Neubesetzung der Vogtstelle zu einem Krieg zwischen Abtei und Stadt, wobei Teile der Stadt in Brand geschossen wurden.
Im Zuge der Säkularisation wurde die Abtei am 12. September 1803 aufgehoben. Von 1816 bis 1820 war die Abtei dann Sitz des Landrates des Kreises Siegburg. Ab 1. Januar 1825 wurde in den Abteigebäuden die Erste Rheinische Irrenheilanstalt eingerichtet, die aber zum 1. Mai 1878 nach Düren verlegt wurde.
1829 wurde die Abteikirche Simultankirche und auch von der neu gegründeten evangelischen Gemeinde genutzt, die erst 1879 eine eigene Kirche erhält. 1834 wurde die ehemalige Klosterkirche Pfarrkirche.
1879 bis 1914 wurde die Abtei als Zuchthaus genutzt, in dem nach einem Anbau von 1890 500 Gefangene untergebracht worden sind.
Bereits am 22. Oktober 1910 erwarb die Stadt den Michaelsberg, um dort wieder ein Benediktiner-Kloster zu ermöglichen. Am 28. Februar 1914 wird dies vom Staat Preußen genehmigt und am 2. Juli 1914 trafen die ersten Mönche aus dem Kloster Merkelbeek (Niederlande) hier ein.
1829 wurde die Abteikirche Simultankirche und auch von der neu gegründeten evangelischen Gemeinde genutzt, die erst 1879 eine eigene Kirche erhält. 1834 wurde die ehemalige Klosterkirche Pfarrkirche.
1879 bis 1914 wurde die Abtei als Zuchthaus genutzt, in dem nach einem Anbau von 1890 500 Gefangene untergebracht worden sind.
Bereits am 22. Oktober 1910 erwarb die Stadt den Michaelsberg, um dort wieder ein Benediktiner-Kloster zu ermöglichen. Am 28. Februar 1914 wird dies vom Staat Preußen genehmigt und am 2. Juli 1914 trafen die ersten Mönche aus dem Kloster Merkelbeek (Niederlande) hier ein.
Am 6. Mai 1941 wurde die Abtei durch die SS aufgehoben und die Mönche wurden vertrieben.
Bei einem Bombenangriff am 28. Dezember 1944 wurden die Gebäude der Abtei trotz der aufgespannten Lazarettfahnen fast völlig zerstört. Auch am 3. März 1945 erhielt die Abtei mehrere Bombentreffer.
Nach Kriegsende konnten die Mönche in die Abtei zurückkehren. Bei Ausgrabungen im Rahmen des Wiederaufbaus der Abtei wurde am 14. August 1947 das Annograb wiederentdeckt.
Am 8. September 1953 wurde die wieder errichtete Abteikirche eingeweiht.
Am 16. Mai 2010 bat Abt Raphael Bahrs im Rahmen einer Kanonischen Visiation um Entpflichtung von seinem Amt, weil er sich den notwendigen einschneidenden Entscheidungen wirtschaftlicher Art nicht gewachsen fühlte. Abtpräses Bruno Marin nahm den Rücktritt an.
Bei einem Bombenangriff am 28. Dezember 1944 wurden die Gebäude der Abtei trotz der aufgespannten Lazarettfahnen fast völlig zerstört. Auch am 3. März 1945 erhielt die Abtei mehrere Bombentreffer.
Nach Kriegsende konnten die Mönche in die Abtei zurückkehren. Bei Ausgrabungen im Rahmen des Wiederaufbaus der Abtei wurde am 14. August 1947 das Annograb wiederentdeckt.
Am 8. September 1953 wurde die wieder errichtete Abteikirche eingeweiht.
Am 16. Mai 2010 bat Abt Raphael Bahrs im Rahmen einer Kanonischen Visiation um Entpflichtung von seinem Amt, weil er sich den notwendigen einschneidenden Entscheidungen wirtschaftlicher Art nicht gewachsen fühlte. Abtpräses Bruno Marin nahm den Rücktritt an.
Ende Juni 2010 schloss die Abtei aus wirtschaftlichen Gründen das Hotel-Restaurant „Abtei-Stuben“ und die klösterliche Buch- und Kunsthandlung. Ein neues Wirtschaftskonzept, das gemeinsam mit dem Erzbistum Köln erarbeitet wird, sollte in Verbindung mit einem Gesprächsprozess zum benediktinischen Profil den Fortbestand der Abtei sichern.
Am 8. November 2010 teilte der Konvent mit, dass die Abtei Michaelsberg aufgegeben werden soll. Als Gründe wurden die mangelhafte finanzielle und personelle Situation genannt. Der Kölner Erzbischof will sich dafür einsetzen, dass eine andere Ordensgemeinschaft einzieht.
Am Dreifaltigkeitssonntag, dem 19. Juni 2011 wurde die fast tausendjährige Geschichte der Abtei beendet. Die verbliebenen Mönche müssen sich nun im Rahmen der kirchenrechtlichen Möglichkeiten eine neue Heimat suchen.
Am 8. November 2010 teilte der Konvent mit, dass die Abtei Michaelsberg aufgegeben werden soll. Als Gründe wurden die mangelhafte finanzielle und personelle Situation genannt. Der Kölner Erzbischof will sich dafür einsetzen, dass eine andere Ordensgemeinschaft einzieht.
Am Dreifaltigkeitssonntag, dem 19. Juni 2011 wurde die fast tausendjährige Geschichte der Abtei beendet. Die verbliebenen Mönche müssen sich nun im Rahmen der kirchenrechtlichen Möglichkeiten eine neue Heimat suchen.
Soweit, so politisch korrekt. Aber ich habe zudem gehört,dass es da oben dem Ende zuging, weil der Abt mit seinem Geliebten alle Kohle durchgebracht hat.
