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21 Mai 2016

WGT-Rausch

Ich tu mich dieses Jahr ein bisschen schwer mit meinem WGT-Bericht. Irgendwie möchte mir dieses Donnerstag hab ich dies gemacht und Freitag jenes nicht angemessen erscheinen.
Zudem habe ich auch nicht ein einziges Foto gemacht, weshalb ich mich ein wenig durchs Netz und von Freunden zusammenklauen werde.
Da die Hälfte der Truppe, mit denen ich sonst das Pfingswochenende verbracht habe, dieses Jahr gar nicht anwesend war, war das WGT irgendwie anders.
Es war dennoch großartig und jedes WGT ist anders als das vorherige, aber aufgrund der Leute, die ich dieses Jahr getroffen habe, doch schon besonders anders. bla, bla...wird dem eh alles nicht gerecht.
Bis auf das victorianische Picknick habe ich irgendwie nichts gemacht, was ich kannte...keine Oper, kein Versacken an der Moritzbastei, keine agra, kein HeiDo.
Ich war auf der agra und ich war im HeiDo, aber im Grunde genommen, war ich einfach in einem sicheren Kern von Leuten, bei dem es mir schlicht egal gewesen wäre, ob ich in Leipzig, Hamburg oder Timbuktu gewesen wäre. Danke dafür. Danke fürs Kaputtmachen, danke fürs Lachen, danke für Vernichten meiner Vorurteile und das Bestätigen von anderen. Ihr fehlt mir.
Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich den Göttertanz das letzte Mal so langweilig fand, mir die "Elite" so auf den Sack ging und ich mir gewünscht habe, dass die Leute doch mal den Stock da entfernen, wo er nicht hingehört.
Dafür landete ich tatsächlich im Darkflower, wo es so scheiße war, dass wir richtig Spaß hatten. Das war ja wie in den schlechten Jahren des Jahrhundertanfangs *g*
Ich habe sogar zwei Konzerte gesehen. Saelde Sanc natürlich. Ich gönne ihnen von Herzen ihren Erfolg, aber die Stimmung für mich war weg. Schnurgerader Ablauf, zu viele Menschen, wenig....Familie. Ich steh einfach nicht auf Massenkonzerte und Saelde Sanc war für mich einen Schritt zu weit über die Grenze zum "mag ich so nicht, kenn ich anders"
Aber das zweite Konzert war einfach nur der Hammer. Mitten auf dem im nächtlichen Dunkel liegenden Marktplatz stand ein Klavier. Und es war so schön. Bis viertel nach elf, saß ich auf den Pflastersteinen und lauschte den Kompositionen der beiden Spieler. DAS war für mich WGT.
Im Dunkeln unter freiem Himmel sitzend wundervoller Musik und den eigenen Gedanken lauschen und den Rest ignorieren. 
Die blaue Stunde war wieder ein Höhepunkt,der mich jedes Jahr wieder einstimmt. Und ich hätte auf seine Vorzeichen achten sollen (ich sage nur: Rhabarber)
Wenn mich jetzt noch die ganzen ungefragten Fotografen und Paparazzi komplett in Ruhe lassen würden, wäre es zu 100% perfekt. (Aber gut zu wissen, dass ich ja "TROTZDEM gut aussehe", auch wenn ich kein Foto machen lassen möchte...gnah)
Dieses Jahr leide ich nicht einmal unter einem WGT-Blues. Denn schließlich habe ich die Möglichkeit, mein Leben auch ohne WGT genau so leben zu können und dürfen. Wenn nur die besch.... Geldverdienerei nicht sein müsste. Und sie muss sein...ich habe stundenlang darüber nachgedacht, aber ohne ist es einfach nicht möglich. Aber dennoch sollte ich (mal wieder) meine Prioritäten neu setzen, vielleicht fällt es mir dieses Jahr nicht so schwer wie Letztes.

07 Juni 2015

WGT 2015 - Montag

Der Montag ist ja traditionell eher ruhig, kaum noch jemand im Stress, also kann man es sich gut gehen und in Ruhe das Wochenden ausklingen lassen. 
Und natürlich fing der Tag an der Moritzbastei an (Überraschung) und vor allem ging er da auch irgendwie eine ganze Weile weiter. 
Mit viel Spaß, wenig Sonne und viel Federweißer hatten wir eine Mnege Spaß. Leider ohne Stefan, dem es leider nicht so gut ging und der sich ziemlich bald wieder ins Hotel zurückzog.
Irgendwann kam dann doch der lang befürchtete Regenschauer, der zum Glück nicht den ganzen Tag dauerte und uns nur kurz in der Moritzbastei eingesperrt hat.
Da ich noch meine Räucherstäbchen vom Alfred holen wollte, fand ich mich mit Thomas irgendwann auf der Agra wieder. Praktisch, da wir später im HeiDo noch Mila Mar ansehen wollten.
Aber just in dem Moment, in dem wir uns wegen des Wetters dagegen entschieden hatten und in die Stadt zurückwollten, liefen wir der lieben Annelie von Übel über den Weg und - wer hätte es gedacht - klebten doch noch eine ganze lustige Weile auf der Agra. Ich sage nur, ein Hoch auf die Security.
Und da es schließlich doch noch trocken blieb und wir hörten, dass das HeiDo nicht so voll wie befürchtet war, kam ich noch in den Genuss der ersten Lieder von Mila Mar.
Allerdings forderten dann Füße und Kälte endlich ihren Tribut und ich zog mich ins Hotel zurück.

Dieses WGT war um so vieles besser als das letzte und ich bin froh, wieder nach Leipzig gefahren zu sein. Und da nach dem WGT vor dem WGT ist, freue ich mich schon auf 2016 mit hoffentlich all den wunderbaren Menschen, die dieses Treffen wieder zu etwas ganz besonderem haben werden lassen.

04 Juni 2015

WGT 2015 - Samstag und Sonntag

Am Samstag morgen habe ich mehr Zeit ins Styling investiert, weil ich ja mit Claudia von Wuschels-Art auf dem Südfriedhof für ein kleines Shooting verabredet war. Und natürlich hat just an diesem Morgen gar nichts funktioniert. Nachdem ich dei geplante Frisur zum dritten Mal wieder aufmachen musste, weil sie einfach nicht gelingen wollte, habe ich die Haare einfach frustriert nach oben gestopft und ein paar Locken reingemacht. Und siehe da...recht passabel. Geht doch.
Da Stefan gerne früher da sein wollte, um den Friedhof zu sehen, waren wir schon eine Stunde vorher da und  schlenderten ein weig durch den grünen Park, bis es soweit war.
Das Shooting selbst war richtig schön, aber dazu ein andernmal mehr. Anschließend machten wir uns auf dem Weg zum Foren-CT, bei welchem dieses JAhr für mich aber keine richtige Stimmung aufkommen wollte. Ich habe keine Ahnung, woran es lag, nächstes JAhr wird es sicher wieder besser. Also ging es mal wieder auf die Moritzbastei. Sie war wirklich der Hauptort für mich dieses JAhr...aber wenn es doch schon mal soviel Spaß macht :)
Stefan ist leider irgendwann aufs Hotel gegangen, er brauchte eine Pasue und fühlte sich schon den Ganzen Tag über nicht sehr wohl. Und weil auch sonst niemand mitkommen wollte, bin ich schließlich mit Thomas allein zu Saelde Sanc gefahren.
Wieder einmal mein einziges komplettes Konzert auf dem WGT, aber dafür war es umso schöner. Danke meines Reifrockes bekamen wir sogar extra Barhocker vorne in die erste Reihe gestellt *muahaha* Für irgendetwas muss so ein Ding ja gut sein. Das Konzert war gewohnt grandios und im Vergleich zum letzten Jahr haben sich die Künstler noch um einiges verbessert. 
Der letzte Punkt des Abends war dann wieder der Dunkelromantische Tanz. Aber irgendwie scheine ich dem pawlowschen Reflex zu unterliegen. Kaum bin ich da, erkennt mein Körper, dass der Tag zu Ende geht und ich werde hundemüde. blöd, aber um viertel nach eins war ich schon wieder auf dem Weg nach Hause.
Vor dem Sonntag hatte ich ein klein wenig Angst, denn ich wollte gerne mal die Haare toupiert haben. Nunja, Stephan waltete seines wirklich schmerzhaften Amtes und am Ende standen sie zwar nicht, wie ich es mir gewünscht hatte, aber die Matte auf dem Kopf war doch recht ansehnlich (Vor allem hab ich das gemerkt, als ich mir dann morgens um 4 3 Mal die Haare waschen musste und immer noch nicht besonders gut durchkam)
Der Sonntag war auch wie die restlichen Tage einfach schön. Wir fuhren zur Agra und Stefan bekam erst einmal leuchtende Augen auf der schwarzen Messe. Nach einem kurzen Plausch mit Alfred an seinem Stand schauten wir noch kurz ins HeiDo. Aber Das war mir ehrlich gesagt zu voll und zu heiß. Das HeiDo wird einfach jedes Jahr überlaufener, da möchte für mich entspannte Stimmung nicht mehr aufkommen.
Im Laufe des Tages landeten wir dann auch endlich an der Oper. Ein WGT ohne Operntreppe ist für mich einfach undenkbar. Schon allein deshalb war wahrscheinlich das letzte Jahr so eine Katastrophe. Der Max war so lieb und besorgte sogar noch zwei Flaschen Wasser, damit ich meine leichten Kopfschmerzen vertreiben konnte.
Schlussendlich landeten wir - mal wieder - auf der Moritzbastei, wo ich dann auch völlig versackt bin. Eigentlich wollte ich wie Stefan Tehom sehen, aber es war so schön, gemütlich und lustig da oben, dass ich kurzerhand sitzen blieb. Habe ich schon einmal erwähnt, wie sehr ich den Trupp liebe, der sich da regelmäßig findet? Mädels ohne euch wär mein WGT kein WGT mehr.
Auf dem Göttertanz war es abends um einiges voller, irgendwie kamen auch plötzlich alle aus ihren Löchern gekrochen, die die restlichen Abende woanders verbracht hatten. Und stolz wie Oskar kann ich verkünden, dass ich sogar länger durchhielt und erst um halb vier im Hotel unter der Dusche landete.

01 Juni 2015

WGT 2015 - Donnerstag und Freitag

Ich glaube, mein Eintrag über das diesjährige WGT kommt sogar früher als letztes Jahr. Auch, wenn ich ihn in zwei Teile teilen muss, das wurde überraschenderweise doch einiges mehr an Text.
Dabei habe ich das Gefühl, gar nicht soviel erzählen zu müssen. Die meisten, die diesen Blog lesen, waren ja ohnehin dabei.
Leider habe ich auch wenige Fotos gemacht, da Stefan meist meine Kamera in seiner Tasche hatte und ich einfach nicht daran gedacht habe.

Aber von vorn. Donnerstag morgen hab ich Stefan in Bonn eingesammelt und frohen Mutes ging es Richtung Leipzig. Um ehrlich zu sein, hatte ich noch nie so wenig Gepäck im Auto, wenn zwei Leute im Auto nach Leipzig saßen. ich konnte tatsächlich noch durch die Scheibe hinten sehen.Es passte aber auch alles perfekt in die Koffer.
In Leipzig angekommen war als erstes nach kurzer Dusche und Umziehen die Bändchenschlange angesagt, in der wir direkt über sorrowsplea, nebelspinne und ihre reizenden Gatten trafen. *hüstel* Ich weiß, hinter uns war wohl niemand erfreut, dass wir uns einfach 20 Meter vor das Ende der Schlange gestellt haben, aber das war ja noch harmlos. Die Gruppe wuchs ja noch um 4 oder 5 Personen. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle hinter uns, die uns nicht direkt erdolcht haben. Anschließend folgt ein Sushiessen mit lustiger Truppe (herrgott, war ich voll gefuttert, dabei mag ich nicht mal Sushi) und die Fahrt zur blauen Stunde.
Die Stimmung war wie immer sehr angenehm, aber es wurde viel zu schnell, viel zu kalt. Und mit meinen kurzen Ärmeln sind wir dann auch um 1.00 Uhr bei 5.8°C ins Hotel aufgebrochen.
Der Freitag fing dann allerdings viel zu früh an. Es stellte sich nämlich heraus, dass Stefan ein ähnlicher Frühaufsteher ist wie ich und um 7 Uhr war bei uns die Nacht vorbei. Ob wir wollten oder nicht. Also haben wir uns viel Zeit fürs Styling gelassen und waren dann um halb 12 bei Jenny und Marcus im Hotel, weil ich der hübschen Dame die Haare noch machen wollte. Der Rest des Morgens verlief dann sehr WGT-typisch. Moritzbastei und Rhabarber Federweißer. So fing eigentlich jeder unserer Tage an. :)
Irgendwann machten wir uns dann auf den Weg in Panometer. Das groß angekündigte "Victorian Village" von Viona wollte ich mir dann doch einmal ansehen. Tja... nicht mein Fall. Nach 10 Minuten waren wir durch. Schöne Location, aber das ist auch alles, was ich sagen kann. Ich schätze, wenn man im Gespräch versackt, kann es ebenso nett werden wie im Park, aber das wollte mir nicht so recht passieren. Also sind wir dann in den Park. Und wie jedes Jahr, wenn ich gar nicht hinmöchte, war es wirklich schön. Ich glaube, gegen 19.00 sind wir erst wieder aufgebrochen. Nachdem ich in fröhlicher Heiterkeit und mit der Hilfe zweier netter Herren zweimal über eine Slackline gelaufen bin. In Absatzschuhen....nicht nüchtern. Naja...irgendwo in den Weiten des Slacklineliebhaberinternets wird es wohl ein Video davon geben. Ich hoffe, ich werde es niemals finden.
Da Stefan gerne Sophia sehen wollte und ich den armen Frischling ja nicht gleich am ersten Tag ins kalte Wasser werfen mochte, sind wir zu zweit dann in den Volkspalast gefahren. Sophia waren bestimmt nett, aber für meine Ohren nur Geräusch. Ich hab es dann vorgezogen, mich draußen mit tollen Menschen zu unterhalten. 
Unser Plan sah um 22.00 Uhr dann eigentlich den Dunkelromantischen Tanz vor. Nachdem wir da aber ankamen, hieß es, er würde erst um 24.00 Uhr beginnen. Also dachten wir, Kirlian Camera wäre doch super und fuhren wieder zurück (einen Züricher und einen ...hm...Matthias Reim :-D im Gepäck) Die Schlange im Volkspalast war allerdings so lang, dass an reinkommen nicht mehr zu denken war. Das hieß, wir haben ein Bier getrunken und sind wieder ins Stadtbad. Ich bin noch nie soviel Taxi gefahren, glaube ich.
Der Tanz war wirklich wieder zauberhaft, die location groß genug und die Stimmung schön. Allerdings baue ich nach so einem anstrengenden Tag dann immer schnell ab und um viertel nach 1 war der Tag dann für mich auch vorbei. Aber schee wars.

03 April 2015

Memories - Part V

Ich habe tatsächlich seit dem letzten WGt keinen weiteren Post über das Festival geschrieben. So etwas ist mir in den letzten Jahren nicht passiert.
Aber irgendwie hielt sich die Vorfreude nach dem ltzten Jahr ein wenig in Grenzen. Da ich noch auf Max´ Rückmeldung warte, ob er und seine Freundin überhaupt mitkommen können, habe ich auch noch keine Karten bestellt. Und ohne die Karten in der Hand freut es sich irgendwie weniger.
Nichtsdestotrotz sind bis auf ein Outfit alle Klamotten fertig und geplant (und mal wieder nicht probe getragen *hmpf* ), Hin- und Rückfahrt geplant, das Hotel gebucht und die ein oder andere Band schon einmal im Hinterkopf platziert. 
Und wieder nehme ich jemanden mit, der zum ersten Mal dort ist. Unglaublich, wieviele Menschen mich schon auf dem WGT begleitet haben. Mit meinem Ex hat es angefangen, dann Meike und Gerd, Tini, Marion, Max und dieses Jahr Stephan. Mit Meike ging es ja nicht sher gut, mit Max und Tini hingegen waren es wundervolle Festivals. Man darf gespannt sein.
Vielleicht liegt es im Moment auch einfach an der Arbeit. Ich hatte schon wieder zwei Wochen eine 6-Tage-Woche (jaja, ich weiß, selbst Schuld) und 90% meines Tages finden eben im Moemnt dort statt. Da ist nicht viel Platz für Festivals... ätzend.
Aber ich wär ja nicht ich, wenn ich nicht sicher wäre, dass innerhalb der nächsten 3 Wochen die Freude wieder steigt. Zumindest hatte ich heute schon das Bedürfnis, den Koffer zu packen. Ich habe mich aber noch zurückhalten können. Allerdings könnte das auch sein, weil wir ihn morgen noch für das Wochenden im Harz brauchen.
Und ich freue mich auf alle dort, die ich sonst so selten oder gar nicht im JAhr sehen kann. Besonders auf den Kirschmetsonntag. Der steht doch noch?

29 Juli 2014

Zwischen Schlager und Dark Ambient

Heute morgen beim Aufwachen war dieser Text in meinem Kopf, aber den ganzen Tag über habe ich nicht einmal den Anfang wiederfinden.
Also muss ich mir einen Neuen suchen, aber irgendwie ist mir danach, wenigstens eine kleine Erklärung der langen Pause hier zu geben. Auch wenn die meisten, die ihn lesen, wohl schon wissen, was war. Also fangen wir doch mit Pfingsten an, denn eigentlich hätte der nächste Bericht hier vom WGT handeln müssen, aber just auf diesem Event bin ich in eine gemeine, fiese ...tja...am ehesten würde ich es Identitätskrise nennen.
Zu meinem großen Glück bleibe ich von Depressionen größtenteils verschont. Alle Jubeljahre überfallen sie mich für ein paar Wochen. Aber dass es dieses Jahr ausgerechnet auf dem WGT sein musste.
Dementsprechend habe ich auch keinen sehr positiven Bericht über Leipzig im Gepäck. Aber sei ein Teil auch der Schwermütigkeit geschuldet, dass ich ein negatives Fazit ziehe, so ist es zum anderem auch der Veranstaltung selbst geschuldet.
Ich möchte ein einziges Mal im Jahr "nach Hause" kommen. In eine Stadt voller Leute, von denen ich weiß, sie ticken wenigstens im Grunde genommen alle wie ich.
Aber die Stadt dieses Jahr war nicht schwarz. Konnte man sich sonst auch gegen Bach, Wagner und Sportler behaupten, gegen das Stadtfest hatte das Schwarz keine Chance.
Ein furchtbares Gefühl, zwischen Schlager und Riesenrad durch Massen an Volksfesttouristen gequetscht zuwerden.
Quelle: http://derfotokamerad.blogspot.de/
Der Anblick im Spiegel hatte mir gefallen, aber in meinem Inneren fühlte sich Leipzig so falsch an. Ich blickte in die Gesichter des Schwarzvolks und sah...gar nichts. ZUm ersten Mal in meiner 13jährigen WGT-Laufbahn wurde mir ein blöder Spruch alá "Du bist der Teufel" nachgebrüllt.
Außerdem war es zu heiß...viel zu heiß.
Vielleicht wird es auch Zeit, dass ich alte Traditionen auf dem WGT breche. Kein Picknick mehr - und das meine ich tatsächlich so, denn jedes Jahr frage ich mich wieder "was mache ich eigentlich hier?" Kein Natron-und-Soda CT mehr, denn ichhabe mit dem Forum ja kaum noch etwas gemeinsam. Ich bin keine bunte Mama, die nur noch Strampler mit Lokomotiven häkelt. Und ich habe es auch nicht vor. Ich muss nicht jeden da kennen, aber wenn wirklich nur die eigenen Freunde reagieren, kann ich meine Posts auch bei fb an meine Pinnwand schreiben. Auch die dunkelromantischen Tänze haben mich einfach nicht mitgerissen. zu voll, zu laut, zu...gnah.... Ich hasse es, wenn ich mich fragen muss, wo ich bin, wer ich bin und wohin meine Welt mal wieder verschwunden ist. Selbst im Nachhinein werden die Erinnerungen nicht besser, das passiert mir äußerst selten.
Natürlich waren auch schöne Momente dabei. Die blaue Stunde (zumindest bis zu deisem rosafarbenen Schnaps *hust*), das Treffen mit all meinen lieben Freunden und das Konzert von Saelde Sanc.
Und wie immer stirbt die Hoffnung zuletzt und nächstes Jahr werde ich wieder in Leipzig sein, mit hoffentlich frohem Herzen.

Gerade dieses Erholen und diese Ruhe, die ich sonst in Leipzig finde, haben mir die nächsten Wochen so sehr gefehlt. Ohne diesen Stressabbau war ich nicht in der Lage, wieder aus diesem Loch zu krabbeln. Zumindest nicht so früh, wie ich es gerne gehabt hätte. Dazu hat sich meine Lage bei der Arbeit nicht verbessert.
Ich halte meinen bis Dezember verlängerten Vertrag nicht für einen Grund zum Feiern und es ist auch keine Festanstellung in Sicht, da die Post zuerst die Löhne senken will, bevor sie wieder jemanden unbefristet in Lohn und Brot stellt.
Wegen der Sache mit der Teamleitung hat sich daher auch noch nichts ergeben. Meine letzte Chance. Und Ende Dezember läuft der Vertrag dann wieder aus und ich muss im September wieder beim Arbeitsamt stehen...beschissene Aussichten.

17 April 2014

Memories - Part IV

Das WGT rückt näher und ich werde immer vorfreudiger. Also ist ja klar, dass ein Memory Post wie in den letzten Jahren nicht fehlen darf. Und da ich meine alten Daten ja endlich wieder zurück habe, kann ich sogar mit einem Bildchen (diesmal von 2008) aufwarten.
(Herrgoth, kann mal jemand dem Jaulesack unter uns die Gurgel umdrehen, der ist sogar lauter als meine Musik.....wann rafft der endlich, dass er NICHT singen kann?)
Apropos singen: eines meiner schönsten Konzerte war 2010 Veljanov auf der Parkbühne. Ich war ganz allein und ich weiß nicht einmal, ob ich durch Zufall oder mit Absicht da war.
Das Konzert fing ganz und gar nicht toll an. Ich hatte mich schon hinten an die Wand gestellt, um mit ausladendem Kleid niemanden zu stören. Da drängt mich doch so eine blöde Reifrocktussi (ich darf das sagen, bin ja auch eine) noch weiter an die Wand, bis ich kaum noch Luft zum Atmen hatte. Also hab ich mich nach draußen begeben - volle Massen sind eben nicht so ganz meines und wenn der Rand noch voll wird, sowieso schon nicht - und mich zwischen die Bäume gesetzt.
Und während des Sonnenuntergangs und der Dämmerung lief diese großartige Musik. Es war einfach eine atemberaubende Atmosphäre. Okay, ob sie wirklich so gut war, weiß ich nicht, aber um mich herum, in mir und meinem Kopf war sie es... ich bin Veljanov heute noch dankbar dafür.


18 Juli 2013

Früh buchet, wer eine Reise machen will...

Mann soll es kaum glauben, ich habe tatsächlich schon zwei Tage am Stück frei und es schaut auch für morgen gut aus.
Und gerade morgen ist mir ja wegen des historischen Picknicks in Köln und des anschließenden Balls wichtig. Ich freu mich sehr auf die Leute. Morgen früh kommen dann Anja, Lisa, Bienchen und Bärchen zum Aufhübschen hierher und dann gehts los.
Aber meine liebste sorrowsplea wird mir fehlen. :( Ich feier extra für dich mit, versprochen.

Apropos feiern. Es sind ja nur noch 322 Tage bis zum WGT (muahaha), ich kann erst im Oktober Urlaub beantragen, aber was interessieren mich die notwendigen Umstände. Und um ehrlich zu sein, habe ich dieses Jahr sogar extrem spät gebucht, normalerweise ist das Hotel bereits 8 Wochen früher mein. Weder Max noch Lisa konnten mir sicher sagen, ob sie mitfahren können und daher gab es dieses Jahr ein Einzelzimmer für mich.
Nach extrem langer Suche und Versuchen diverser Hotelbuchungssites etc hab ich im Seaside ein Plätzchen gefunden. Da war ich schon mal und war sehr zufrieden. Dadurch, dass das aber alles andere als günstig ist habe ich mich entschieden, Montags bereits wieder abzureisen. Ich bin Montags eh meist kaputt und mag nach Hause, da kommt mir das entgegen.
Das heißt aber auch, ich muss nur eine Woche Urlaub nehmen, denn durch zwei Hochzeiten in unserem Freundeskreis nächstes Jahr muss ich da noch zwei Wochen einplanen (denn nur mal einen Tag frei nehmen, ist ja nicht *gna* )
Das Zugticket ist noch nicht buchbar, aber sonst ist alles erledigt. Jetz tbrauche ich nur endlich mal ein paar kreative Geistesblitze, was ich nähen könnte. Und vor allem muss es dann alleine anziehbar sein.

Wäre mir nicht das Garn ausgegangen würde ich ja weiter sticken gehen (hallo, ich bin die nachtkatze und ich bin sticksüchtig), aber so bleibt mir wohl nur der Haushalt...

30 Mai 2013

Du hast da noch weiß am Öhrchen

Am Montag morgen schaute ich auf mein Kleid und dachte...nööööö. Also schlüpfte ich in Hose und T-Shirts, ließ die Schminke links liegen und freute mich, meine Buttons wieder durch die Gegend tragen zu können. Und wenn man schon mal praktisch gekleidet ist und niemanden mehr mit dem eigenen breiten Hintern stört, kann man endlich Kultur genießen. Zugegeben, ich hätte das auch mit den großen Kleidern getan, aber es ist doch schöner, wenn man den anderen nicht soviel Platz wegnimmt.
Und da ich Montags grundsätzlicheher bequem rumlaufe, bieten die Museen sich auch für Montags an. Als erstes landeten wir in der friedlichen Revolution. zugegeben eher zufällig, da wir einen Eingang zu früh in der Runden Ecke erwischten. Und mir gefiel die Ausstellung außerordentlich gut. 
Danach haben wir dann die Ausstellung "Kinder der Nacht - unangepasst und überwacht" besucht. Letztes Jahr hatte ich das leider nicht geschafft, aber sie war, wie ich erwartet hatte. Okay, etwas kleiner als erwartet aber wirklich super. In den Akten hätte ich noch stundenlang kopfschüttelnd stöbern können. 
Und wie imemr landeten wir danach auf der Moritzbastei. Montags ist das sehr angenehm, weil ich unbehelligt durch komme (allerdings muss ich sagen, dass ich dieses Jahr im Allgemeinen weniger Probleme mit den Fotografen hatte. Vermutlich hab ich endlich eine "Knips und ich fress dich- Ausstrahlung") 
Und wieder traf man alle Verrückten, mit denen man die letzten Tage verbracht hat. Das treffen war sooooo schön an diesem Montag. Habt vielen Dank dafür, dieser Montag morgen war einer der schönsten, an die ich mich erinnern kann. Danke sorrowsplea, wollmaus, lene, Neisella, Thomas, Max, Sebi, Dan, Meara, Nebelspinne und... äh....*hüstel* jetzt hab ich den Namen deines Liebsten vergessen, aber dem auch ein Danke :) Ich hoffe doch sehr auf eine Wiederholung nächstes Jahr (bis auf die Szene, in der ich aus der Federweißerflasche "saufend" in das dumme Kamerabild gelatscht bin. *brummel* den Minipunk in mir werd ich nie los)
Und bevor wir der Meute im Heidnischen Dorf schon wieder in die Arme liefen, waren Max und ich noch kurz auf der Agra. Ein Pläuschchen mit Kelaino hier und eines dort mit Manzur und Co. dann war es schon wieder Zeit für das HeiDo, denn Max wollte sich so gerne Saltatio Mortis anhören.

Ich muss zugeben, die Zeit vor dem Konzert war viel lustiger. Wir sind auch nicht bis zum Ende geblieben, Max hatte sein Lieblingslied gehört und damit genügt es auch. Meinen Rekord von "kein Konzert" werdeich nie brechen können, aber zwei Halbe sind auch nicht schlecht, oder? Aber wer will schon Bands auf dem WGT sehen *hüstel*
Dienstag ging es dann um 9 Uhr wieder recht früh nach Hause, was aber auch nicht so schlimm war, denn wie bereits erwähnt, hab ich den Mittwoch nicht frei bekommen.

Und weil ich seit ewigen Zeiten keinen derartigen Lachanfall mehr hatte und ich mir immer noch kein Kichern verkneifen kann, hier etwas für mein Neiselchen (unsere Version war bessernomnomnom):


Ich liebe dich
ich liebe dich
ich liebe dich
ich liebe dich
ich liebe dich
ich liebe dich
ich liebe dich 

Und jetzt wird es wieder Zeit für den Alltag, das Hochzeitskleid wartet auf mich und muss schließlich Anfang Juli fertig sein. Und für eventuelle Missverständnisse: Nein, nicht mein eigenes :)

Du bist wahnsinnig

Ich weiß, ich lasse euch hier mit den Berichten etwas schmoren, aber derzeit habe ich mir eine fiese Erkältung zugezogen und sitze auf der Arbeit auch noch in einer Fahrradtour. Und bei dem Dauerregen gestern war das kein Zuckerschlecken.Und ihr merkt schon, mein Vorsatz, Kommentare direkt zu beantworten hat noch etwas Startschwierigkeiten. Aber ich arbeite dran...wirklich :)

Okay, der Sonntag war nicht ganz, was ich mir erhofft hatte, weil mir morgens schon die Füße weh taten, noch bevor ich in die Schuhe geschlüpft war.
Zudem hatte ich einen Zombie im Zimmer *g* Der gute Max war nämlich völlig neben sich. Eigentlich dachte ich auch, er würde noch weiterschlafen und hab mich klammheimlich in die Overloadnüre gezwängt, aber er wurde dann doch noch wach und bat mich, auf ihn zu warten. Eine Stunde später tigerten wir also zum Treffen des lila Forums. Im Gegensatz zum letzten Jahr waren sowohl Ort als auch Zeit in meinem Kopf richtig verankert :)
Es war einfach ganz bezaubernd. Wir waren zu fünft, nachdem Max sich dann doch wieder fürs Bett im Hotel entschieden hat und wir hatten eine Menge Spaß. Besonders gefreut habe ich mich darüber, endlich die liebe Lorenia kennenlernen zu dürfen. Aus irgendwelchen mir unbekannten Gründen hat das bisher einfach nicht funktioniert.
Nun saßen wir da zu fünft und genossen das Treffen, dass sich später auch noch auf die Moritzbastei verlagerte.
Max kam stieß irgendwann wieder zu uns uns es ging erst mal zur Agra. Mir war es allerdings zu voll, mag aber auch daran gelegen haben, dass ich kaum noch stehen konnte. Den ganzen Tag drängten sich mir meine Füße recht unsanft in den Vordergrund meiner Wahrnehmung. Nächstes Jahr nehme ich mir die Turnschuhe von der Arbeit mit. Da weiß ich, dass ich den ganzen Tag darin laufen kann. Aber ich musste inder agra noch das Parfum von Alfred holen und gleichzeitig die Sache mit dem Arbeiten auf dem Amphi klären. Ich bin am Samstag auf einer Hochzeit und könnte dementsprechend nur Sonntag am Stand stehen. Wäre ihnen aber auch recht.
Meinem armen Mitreisenden wollte und wollte es nicht besser gehen und als wir abends wieder in die Innenstadt fuhren, zog es ihn ins Hotel. Aber ich wollte ja unbedingt noch tanzen. Also verbrachte ich die restlichen Stunden in der Stadt. Und zwar die Hälfte davon bei Straßenmusikern. Ich liebe Strassenmusik und die beiden fand ich so gut, dass ich sogar die ganzen Hobbyknipser auf mich nahm. 
Danach streifte ich noch ein wenig durch Leipzig. Ich liebe diese Stadt bei Dunkelheit. Es ist so schön ruhig (wenn man gewisse Plätze meidet) und diese Architektur.... hach. Ein WGT ohne nächtlichen Spaziergang durch die Stadt ist für mich kein WGT.
Aber irgendwann landet man ja doch wieder im städtischen Kaufhaus. Allerdings war ich derart fertig, das Kleid mit seinen paar Kilos doch sehr schwer geworden und mir taten die Füße so sehr weh, dass ich um halb eins ins Hotel zurückkehrte. Es war einfach kein Tanzen möglich, selbst wenn es nicht so voll gewesen wäre.

26 Mai 2013

Tun Dir die Füße nicht weh?

Der Samstag war dieses Jahr für mich der schönste Tag des WGT.
Er fing schon mit Absinthfrühstück trotz kurzen Regens super an, zu dem wir lenes Liebsten einfach mitgeschleift haben und ging weiter auf der Moritzbastei.
Am Zonkus Conkus trafen wir dann noch auf sorrowsplea und Nebelspinne samt der werten Herren und hatten so richtig viel Spaß. Hach Mädels, jedes Jahr wieder toll.
danke an kithara
Danach ging es zum Natron und Soda Treffen. Letztes Jahr ließ ich das aus verschiedenen Gründen ausfallen, aber irgendwie fehlte mir dieser verrückte Haufen ja doch ein bisschen. Unglücklicherweise war das Steampunktreffen anders als angekündigt wieder gleichzeitig auf der gleichen Wiese, da fiel es mir hin und wieder doch schwer, zu erkennen, wer zu welchem Treffen gehört.
Und ich hab doch auch noch so ein furchtbar schlechtes Gesichtergedächtnis. Dazu noch die unerklärliche Zurückhaltung, die mich bei CTs immer überfällt und schon hab ich nur mit der Hälfte der mir nur aus dem Forum bekannten Leute geredet. 
Dafür konnte ich vier der sieben Todsünden in voller Pracht bewundern. Diese Werke waren großartig und gerade Völlerei war....mjam... Die Wollust lief mir ja am nächsten Tag noch über den Weg, lediglich Trägheit und Habgier hab ich nicht gesehen.
Marion kam auch noch einen kurzen Moment vorbei, sie war doch so an den Hörnchen interessiert :)
Nach dem NuS CT sind wir auf direktem Wege im Heidnischen Dorf gelandet. Ich wollte ja so gerne Daemonia Nymphe sehen, die ich Freitag aufgrund meiner schlechten Kondition verpasst habe.
Nunja....sagen wir, ich habe sie spielen hören und ich war zumindest anwesend. Zählt das als halbes Konzert? *g* Trotz oder gerade deshalb hatten wir so richtig Spaß. Der Kirschmet floß in Strömen (und das kann man wörtlich nehmen) und der liebe Max weiß von diesem Abend nur noch einen kleinen Teil. Ich für meinen Teil hab mich etwas zurück gehalten, da ich den nächsten Abend fest zum Tanzen eingeplant hatte und nicht schon wieder um 12 nach Hause wollte. Trotzdem ging es auch mir ziemlich gut.
Es gibt eben Menschen, mit denen kann man Kirschmet trinken wie mit keinen anderen ;) Ich hoffe doch auf das halbjährliche Treffen, meine Damen.
Schließlich endete der Abend für mich und Max im Städtischen Kaufhaus, wo wir auch wieder auf Manzur und Larissa trafen.
dank an unbekannt.
Und ich habe tatsächlich getanzt. Ein kleines Stück auf der Bühne neben tuahadedana  war frei und ich konnte mich endlich mal zur Musik bewegen. Und hätte ich gewusst, dass es das einzige Mal bleibt, dann hätte ich bis in die Morgenstunden getanzt. Aber ich konnte Larissa und Manzur ja nicht einfach dem betrunkenen Max überlassen, also sind wir um 3 Uhr aufgebrochen und waren dann auch 45 (!!!) Minuten später im Hotel. Ich hab gestoppt. Am Sonntag hab ich 12 Minuten gebraucht.

Von diesem Tag habe ich bisher auch die meisten Fotos von anderen Kameras gefunden, was aber sicherlich auch dem NuS CT zu verdanken ist.
dank an Marion
Von der Fledder Francaise bin ich selbst auch recht begeistert. Sie ließ sich bequem tragen (auch wenn ich sie nicht alleine anziehen kann) und ich hab mich mit dem Styling insgesamt extrem wohl gefühlt. Lediglich die Hörnchen drückten ein bisschen am Kopf, aber das war zu verkraften. Natürlich habe ich kein einziges Bild, auf dem man sie gut sehen kann. Aber das Portrait, das mir Marion geschickt hat, finde ich auch ganz toll.

24 Mai 2013

Von Zoo, Grabkerzen und Victorianern

Hier geht es leider nicht so schnell voran, wie ich gehofft hatte, aber gestern hatte ich nach der Arbeit so gar keine Lust mehr auf den PC.
Doch bevor ich alles vergesse, kommt hier ein weiterer Bericht.
Der Donnerstag. An Besagtem  waren wir nämlich im Zoo. Und weil wir das WGT ja kaum abwarten konnten, sogar aufgerüscht...ein bisschen...Wir griffen einfach zu unseren Montagsoutfits und schon war alles gut.
Ich war ja sehr neugierig auf den Zoo, weil ich soviel positives gehört hatte. Und was soll ich sagen, in meinem Leben hab ich bei noch keinem Zoobesuch so wenig Tiere gesehen. Für mich eigentlich unter anderem ein gutes Zeichen für die Qualität des Zoos. Genug Verstecke, wenn die Tiere keinen Bock haben. Zudem ist der Leipziger Zoo tatsächlich aktives EEP Mitglied.
Leider haben wir das Leopardengehege nicht gefunden, dabei sind das doch meine absoluten Lieblingsraubkatzen (diese großen Pfoten *schmacht*) und Ozelot, Fischkatze, die Löwen und Hyänen hatten sich komplett verzogen, als wir am Gehege standen. Aber wenigstens auf die beiden Tiger konnte ich einen kleinen Blick werfen.
Eine ganze Weile haben wir bei den Elefanten verbracht und von den Giraffen konnte ich mich auch nur schwer trennen. (die waren nämlich zu sehen, obwohl Max etwas von kollektivem Genickbruch faselte)
Ich liebe Giraffen, sie sind so....hoch *gg* ich persönlich finde sie ja total elegant, steh mit dieser Meinung aber relativ alleine da, soweit ich das feststellen konnte.
Im Gondwanaland bin ich allerdings in meinen Klamotten fast eingegangen und mir wurde mal wieder bewußt, warum sich Gruftis in kälteren Gefilden herumtreiben und entwickeln konnten. In jedem anderen Land wären sie in Rüsche ja elend in der Hitze umgekommen.
Auch den Besuch des Zoos kann ich empfehlen für einen schönen Nachmittag in Leipzig.
So gegen 16:00 Uhr waren wir wieder im Hotel, zum Frischmachen und dann ging es endlich, endlich Bändchen holen. Schon rund um den Bändchenstand trafen wir auf eine Menge Leute wie Lenelein, Thomas und Tini. Ich freue mich ja jedes Jahr wie ein Schneekönig, wenn ich jemanden in Leipzig treffe. Das ist so...besonders :)
Dann hieß es, die Zeit rumbringen bis zur blauen Stunde. Das ging auch ziemlich gut...mit "three bottles of english" (ich glaube, das habe ich jedem an dem Abend erzählt) Aber Fakt ist, nach Genuss der zwei Flaschen Lychee- und einen Flasche Pflaumenwein sprach ich (meiner Meinung nach *gg*) grandioses Englisch. Steve aus England, ein Bekannter von Thomas hat es mir aber so halb bestätigt *g* auch meine liebste sorrowsplea samt Nebelspinne lief uns auf dem Weg zum Essen noch über den Weg.
Irgendwann trafen wir uns wieder mit Tini und um 21.00 Uhr ging es per Taxi zur blauen Stunde. Und sie ist auch wieder für nächstes Jahr eingeplant. Die Stimmung ist super, die Musik ist toll und irgendwann werde ich auf dem WGT auch mal tanzen... bestimmt.
Auf dem von Kerzen erhellten Platz standen Tini und ich eine ganze Weile mit blauer Rose aus dem KKForum und ihrem Mann zusammen.
Ich hab ihr irgendetwas versprochen und kann mich nicht mehr daran erinnern *brummel* aber ich vermute, es war mehr Aktivität im Forum *g*
Ich hab keine Ahnung, wann wir im Bett waren, aber dass wir am Freitag extrem schlecht wieder herauskam, dürfte so manchem klar sein *g*
Der Freitag ist dann auch schnell erzählt. Morgens kalken war den Versuch wert :) Gute Fotos vom Outfit hab ich allerdings noch nicht. Goth (muahaha, war da nicht was?) sei Dank habe ich dieses Jahr nicht mit vielen Fotografen zu kämpfen gehabt. Allerdings war ich in meinen Klamotten auch ein wenig unglücklich (sofern ich meinen verkaterten Geist denn zu irgendeiner Regung zwingen konnte) Durch meine veränderte Figur passte das Korsett nicht mehr so gut und drückte irgendwann auf Reifrock und Hüfte. Ich bekomm vom Alex noch ein bearbeitetes Bild, das dürfte aber auch so in etwa das einzig existente sein *g*
Nunja, eine Weile nach dem traditionellen Eröffnungskirschbier auf der Moritzbastei haben wir uns mit Thomas zusammen auf den Weg zum victorianischen Picknick gemacht.
Mein Fazit: Ich spare es mir nächstes Jahr. Ich fand es unspektakulär und langweilig. Und bevor ich jetzt gemeuchelt werde: Ich meine das Picknick, nicht die geniale Gruppe, mit der ich dort gesessen habe. Natürlich wieder die üblichen Verdächtigen *g* aber um ehrlich zu sein, dafür brauchte es kein Picknick, wie sich die nächsten Tage herausstellen sollte.
Nach dem Picknick folgte ich Max und Thomas noch auf die Agra (ich folgte nur noch...Geist war woanders...)
Abends ging es dann ins städtische Kaufhaus zum Göttertanz. Wir waren zwar viel zu früh dran, aber der Laune tat das keinen Abbruch. Und ich muss sagen, die Musik fand ich fantastisch. So richtig, richtig gut, aber die Lautstärke hat mich um 12 Uhr aus dem Saal getrieben. Ich brauche für nächstes Jahr unbedingt irgendeinen Gehörschutz, damit ich es da aushalte. Lenes Liebster riet mir da etwas, aber ich hab es schon wieder vergessen und muss noch einmal nachfragen.
Apropos Lene: Ich habe da noch ein wundervolles Duckface Foto vom Picknick von Dir, wollte es aber ohne Deine Zustimmung nicht veröffentlichen *g* Sag mir, wenn es dich interessiert.