28 April 2011

Soulpart

Weißt du, ich glaube, es kommt darauf an, dass man sich selbst akzeptiert und irgendwann beginnt, sich auch wirklich zu mögen. Mit allen Ecken und Kanten.
Ich finde einige Dinge hübsch an mir und einige Dinge kann ich gar nicht leiden. Aber insgesamt bin ich für mich der Meinung, dass ich ein hübscher Mensch bin. So wie du.
Ich hab tolle Charaktereigenschaften und ich hab wirklich fiese Charakterzüge. Aber insgesamt bin ich für mich der Meinung, dass ich ein umgänglicher Mensch bin. So wie du.
Ich weiß aus Erfahrung, dass sowas nicht leicht ist. Man hört immer auf das Schlechte, denkt selten über sich selbst positiv. Warum auch, man könnte ja auch gleich als arrogant bezeichnet werden. Das will man ja auch nicht.
Eine gesunde portion Egoismus und Arroganz sind zwei verschiedene Dinge. Darauf sollte man achten.
Du musst nicht die haare blau-pink färben, weil es gerade jeder macht. Du musst nicht in Größe krank passen, weil du sonst keinen Freund findest. Du musst nicht deinen Lieblingsfilm auf einem 3 meter großen und 2 mm flachen Fernseher sehen, weil dir große Ladenketten dein Geld abnehmen wollen. Und warum solltest du so sein, wie jemand anderes es möchte? Die Leute, die dich um deiner Selbst willen mögen, das sind die, auf die du hören kannst.
Wenn man mit sich zufrieden ist und sich selbst so akzeptiert, wie man ist und das gern hat, dann fällt es einem auch leichter, andere Menschen zu tolerieren und zu akzeptieren. man kann deren Ansichten und Beweggründe vielleicht nicht nachvollziehen oder verstehen, aber man kann sie so sein lassen, wie sie sind. Denn das will ich ja auch von denen. Es fällt leichter, anderen Respekt entgegen zu bringen.
Manieren und Höflichkeit halte ich einfach mal für Selbstverständlichkeiten im sozialen Miteinander.

Mir wurde mal der Spruch entgegen geschleudert, ich solle "andere so behandeln, wie ich behandelt werden" wolle. Meine Antwort darauf war "genau das tue ich" Unglücklicherweise behandelte ich meinen Gegenüber mit mehr Erwartung als er mich.
Es wird immer Tage geben, an denen man sich weniger mag und dann treffen Sprüche und ähnliches auch. Aber das bringt dich nicht um. Es wird auch wieder bessere Tage geben.
Es wird immer etwas geben, dass dich aufregt, dass du gerne ändern würdest. Das ist okay.

Prioritäten für das eigene Leben setzen. Wissen, welche Lebensbedingungen mir gut tun, mich zufrieden sein lassen. Jeder findet das für sich selbst irgendwann heraus. Sei es Leben, Liebe, Geld, Karriere, Familie oder sonst irgendwas. Manchmal merkt man erst, dass man sein Ziel erreicht hat, wenn man schon lange dort ist. Da heißt es einfach, jeden Moment genießen.
Ich meine damit nicht, dass man irgendwann aufhören soll, nach etwas zu streben. Man hat immer kleine oder große Träume und Ziele. Aber man sollte dabei die kleinen Erreichten nicht vergessen.

Ich habe nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen, ich bin nicht der Maßstab für alle anderen, dann wäre dieser Text auch nur eine Lüge. Es ist lediglich der Versuch, dir zu erklären, warum ich so bin und keine Probleme damit habe.

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