24 Februar 2013

so long and thanks for all the fish

Ich bin soweit fertig.
Die Schleife ist auf dem Rücken der Taille angebracht, vorne sind es Rosen und Perlen geworden. Und zusätzlich noch zwei Applikationen.

Heute morgen hab ich den Schleppenschutz gemacht, der ist ja nicht viel Arbeit. Schleppe aufzeichnen, Rüsche und Knopflöcher dran. Knöpfe an den Rock und fertig.
Was die Stäbe betrifft, so habe ich sie wieder herausgetrennt. Nachdem ich schon 3 Stück eingenäht und die anderen festgeteckt hatte, hat sich die Taille so verzogen, dass sie für mich nicht mehr tragbar gewesen wäre. 
Schon allein dadurch, dass sie unten offen ist, konnte das mit dem Stahl schon nicht mehr funktionieren. Und so wähle ich lieber die Falten an der Seite, als ein in meinen Augen nicht tragbares Ding.
An der Puppe sitzt es ja leider nicht so gut, wie an mir, da sieht es natürlich irgendwie noch schlimmer aus, als es tatsächlich ist...
Für die Haare hab ich noch zwei kleine Blümchen geLOOMt.

Jetzt fehlen noch 6 Schleifchen, für die ich aber keinen extra Eintrag schreiben werde.
Ein kleiner Überblick über den Materialverbrauch:
13  Meter Popeline
1,5 Meter Futterstoff
1    Meter Vlieseline
0,5 Meter Taft
45  Meter Satinrüsche
5    Meter Köperband
25  Meter Organzaband
12  Meter Satinband
5    Meter Lurexband
45   Perlen matt
200 6mm Perlen
25   Knöpfe
51   Röschen
60   Schleifchen
4    Straußenfedern
10   Applikationen
60  Strasssteine
1 Haarklammer
1 Nähmaschinenreparatur, 3 Nähmaschinennadeln, Hunderte Meter Garn

23 Februar 2013

Mitmenschen

Ich war gestern doch nicht auf der Sonnenfinsternis. Und das, obwohl ich nicht weiß, wann ich die nächsten Monate überhaupt mal wieder hingehen kann. Der nächste Urlaub fällt auf das WGT (Ich hab meine Karte schon bestellt *strahl*) und danach hab ich erst einmal bis Oktober keinen Urlaub mehr. Und der Oktober Urlaub fällt auch nicht auf die Sonnenfinsternis.

Aber um ehrlich zu sein, hatte das nicht nur Gründe der Unlust und weil Max nicht mit konnte. 
Am 9. Februar war ich im Saga. Und was soll ich sagen, wenn ein Abend so läuft, dass 3 Menschen einen wirklich enttäuschen, dann hält das eine Weile vor.
Vom Ersten hat mir die Anja hinter vorgehaltener Hand erzählt. Er wäre ja total sauer auf mich, weil ich ihn ignoriert hätte. Er hätte mich in Bonn mit dem Manzur unterwegs gesehen und gewunken, aber ich hätte ihn ignoriert. Jetzt ist er sauer auf mich, aber Anja solle mir das auf keinen Fall sagen. Keine Ahnung, was das soll, aber ich hab ihn den Tag einfach nicht gesehen. Ich laufe nun einmal mit Scheuklappen herum, wenn ich draußen bin. Im Laufe der Jahre hab ich mir einfach abgewöhnt, auf jeden Kommentar und jedes Rufen zu reagieren. Das hat halt auch unangenehme Nebenwirkungen, dass ich schon mal jemanden nicht bemerke. Aber warum zum Teufel, glauben die dann erst einmal, ich würde sie absichtlich ignorieren? Haben die bisher noch immer alle bemerkt?

Beim zweiten hatte ich mich  gefreut ihn endlich mal wieder zu sehen. Bei einem kleinen Gespräch im Laufe des Abends sagte er dann "Da könnte ich jetzt was sagen, aber ich lass es" Nachdem ich ihn (lachend mit einem Augenzwinkern) einen Feigling genannt habe, schaute er mich an und meinte "Es gibt eine Grenze. Und die hast Du gerade überschritten" Und das dreimal. Ich sagte "okay, entschuldige" und bekam das erneut zu hören. Die Verabschiedung war extrem frostig und auf mein "Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder folgte nur "Mal sehen..." Ich war die einzige, die sich in den letzten Monaten bei ihm gemeldet hat und die Einzige, die er noch nicht vergrault hatte.... seine Sprüche muss man sich immer gefallen lassen, aber umgekehrt kann er nichts vertragen. Vielen Dank, auf so etwas kann ich auch verzichten. 

Und bei der letzten Person knabbere ich ein bisschen, aber das wird schon wieder werden. Ich hab ihr, auf ihren Wunsch hin, meine Poschen gegeben, die ich für mich gemacht hatte. Ich hatte sie auf den dünnen Stoff, den ich mal probehalber verwendet hatte, hingewiesen und für sie war das okay. Also waren 30 Euro abgemacht. Diesen 30 Euro bin ich von Oktober bis Februar hinterhergerannt und ich weiß, sie hatte die Poschen oft an. Im Saga sagte sie dann, sie könne mir das Geld überweisen (wie die letzten Monate schon so oft) oder mir die Poschen wiedergeben, da wäre der Stoff wohl zu dünn und zwei Stäbe wären rausgekommen.
Okay, dann will ich meine Poschen zurück, ist mir jetzt auch egal. Obh ich dann auch nicht sauer wäre? Nein...und ich bin auch nicht sauer, ich bin maßlos enttäuscht. Sie hat 300 Euro für einen Hut, 200 Euro jeden Monat für eine Robe, aber keine 30 Euro für Poschen.
Aber hier werde ich mich wieder einkriegen, das weiß ich. Nur gestern Abend hatte ich noch keine Lust auf sie. Ich bin gespannt, wann ich meine Poschen zurückbekomme. 

Im Moment geht mir das auf den Senkel, ich geh nähen....

22 Februar 2013

Pfusch as Pfusch can be

Ich war gestern beim Zusammennähen ja schwer begeistert. 
Ich habe mich genauestens an alle Markierungen gehalten und ganz besonders langsam und ordentlich gearbeitet. Niemals in meinem Leben habe ich so viele Stecknadeln verwendet. Ich habe sogar die Nähte genau aufeinander festgesteckt.... Und es funktionierte. Es waren alle Nähte gleich, nichts hat sich verzogen... Ordentlich nähen lohnt sich also tatsächlich.
Alle Teile zusammen genäht, die Nahtzugaben auseinander gebügelt. Die Ärmel auf Anhieb richtg eingesetzt und die Applikationen waren tatsächlich alle an ihrem Platz. Die Abnäher habe ich allerdings mir Fray Check behandelt. versäubern ließen die sich ja nicht gut.
Da das Probeteil ja gepasst hat, hab ich, bevor ich mich dem Kürzen des Saumes widmen wollte, auch die Knopfleisten zurückgeschnitten und  mit Satinband unterlegt.
Sooo schön ordentlich und edel und...passte nicht. Ich hab es nicht mehr zu bekommen. Oben am Hals war es zu weit, über der Brust spannte das ganze. Katastrophe... Da war nichts mehr mit Knopflöchern und Knöpfen...
Nun ja, ich wäöre ja nicht ich, wenn ich nicht pfuschen könnte. Zum Glück fand sich noch Haken- und Ösenband. Direkt zu ging, aber eben nicht überlappend, wie ich es für Knöpfe gebracuht hätte. Also habe ich das Band an die Seiten genäht und oben noch Weite weg genommen.
Es passt. Und es sieht richtig gut aus... nur nicht, wenn man näher kommt. Die Nähte sind relativ schief und unsauber. ich hatte ja auch gar nicht mehr mit einem Erfolg gerechnet. Da war mir einfach die Lust auf Stecknadeln und sauberkeit vergangen.
Nun muss ich mir irgendetwas einfallen lassen, um die Nähte zu verdecken. Perlen, Schleifen, Rosen, Blumen, Pailletten, Soutache, Bänder... Ich habe ja noch ein bisschen Auswahl.
Derzeit bin ich bei Perlen und Schleifchen/Rosen. Die finden sich auch auf dem Rest des Kleides wieder.
Als letztes habe ich nach der Rüsche am Saum, noch ein Taillenband eingenäht.

Den Saum habe ich nicht gekürzt. Ich schließe die Taille jetzt nur bis zur Hälfte und lasse den unteren Teil offen stehen. Das gefällt mir von der optik her einfach besser.

Jetzt fehlen noch die dicke Schleife hinten, besagte Verzierungen vorne und die Stäbchen. Dann noch die Schleifchen am Rock und den Ärmeln, sobald die aus China ankommen und der Schleppenschutz aus Taft oder Kunstseide. Vielleicht noch hier und da etwas mehr Zier, die mir jetzt noch nicht einfällt und dann bin ich auch schon fertig.

Tragbar ist die Tournüre jetzt schon, aber ich werde heute abend zur Sonnenfinsternis etwas anderes anziehen. Ich muss mit dem Auto fahren und mit diesen Stoffmassen komme ich maximal auf den Rücksitz in einem Bus *gg*

21 Februar 2013

Taille

Mittlerweile ist meine Nähmaschine schon wieder eine Woche bei mir. Dank der Arbeit habe ich letzte Woche nicht viel tun können und so habe ich am Sonntag nur eben kurz ein *hust* wunderschönes Probeteil zusammengezimmert und die letzten 50 Schleifchen an den Rock genäht. Da sie aber nicht gereicht haben, hab ich noch mehr bestellt.
Bei der Probetaille musst bis auf den Halsausschnitt und den Saum auch nichts geändert werden. Durch einen dummen Zufall hatte ich die Abnäher schon viel größer genäht, als sie eigentlich sein sollten. Aber es passte auf Anhieb. Ein hoch den wirren Markierungen *g* Die Ärmel sehen deshalb so komisch aus, weil ich das natürliche Talent habe, sie grundsätzlich falsch herum anzunähen :) Wird beim echten Stück natürlich geändert.

Gestern habe ich mich dann ans Ausschneiden gemacht.  Einmal aus Futter, einmal aus Oberstoff und einmal aus Einlage. Ich werde alle drei Lagen als eine behandeln und nicht das Futter verstürzen. Ist einfach praktischer, da hat das KK Forum schon recht.
Ausgeschnitten und veroverlockt ging es für Ärmel und Vorderteile dann an die Applikationen. Die habe ich vor den Abnähern aufnähen wollen, weil es einfach praktischer ist. Fürs Applizieren habe ich die Freihandnähfunktion der Pfaff genutzt und es hat ganz wunderbar geklappt. Erst vorne und ein Arm. Dann habe ich per Bügeln die Position der Applikationen auf die Front und Arm Gegenstücke übertragen und die ebenfalls angenäht.

Und derzeit bin ich - mal wieder - am Faltenlegen.

17 Februar 2013

Bauchschmerzen

Endlich gibt es wieder ein Lebenszeichen von mir.
Ich habe den Blog und sogar den Titel der Woche de letzten zwei Wochen vernachlässigt, aber wirklich neu ist das ja auch nicht. Hin und wieder gibt es eben so Phasen.
Heute gibt es von mir mal wieder neben einem neuen Titel der Woche Musik von mir. Dass ich das letzte Video gepostet habe, ist ja schon ewig her.

Allerdings lasse ich diesmal den Titel nicht unkommentiert stehen. Auch wenn ich hier keine rechts/links Diskussion vom Zaun brechen möchte.
Als Ex-Mitglied der Antifa und der "grufties gegen rechts" (als es sie noch gab) dürfte meine Orientierung relativ deutlich sein. Wobei ich mittlerweile gut gelernt habe zu differenzieren und Extremismus in jeder Form idiotisch zu finden.

Ich habe eine ganze Weile gebraucht, um ein Video zu finden, unter dem keine Kommentare stehen, die mir extreme Bauchschmerzen bereiten und ich weiß auch, dass der Text so oder so interpretierbar ist. In mir liegt die Hoffnung, dass meine Interpretation die richtige ist. Und hin und wieder sehe ich es einfach nicht mehr ein, mir Musik nur dank dümmlicher Ideologien beider Seiten nicht anhören zu dürfen, obwohl sie mir gefällt.

(wikipedia)
Christian Erdmann selbst äußerte sich in Interviews mehrfach ablehnend gegenüber der Funktion von Kunst als „Instrument einer politischen Motivation“; Kunst müsse mit Provokationen arbeiten, „um auf Dinge aufmerksam zu machen oder zum Denken anzuregen“. Im Beiheft des Albums Muse in Arms findet sich außerdem folgende Widmung:
„Muse in Arms is dedicated to all narrow-minded people, to all those who are afraid of asking questions and those who are even more afraid of receiving answers. Art is never only left or right, nor is it only black and white. Life is not that simple!“
– Triarii
(/wikipedia)

Provokation gut und schön, aber irgendwie ist dieses Wort bald zur Phrase verkommen. Man muss ja nicht gleich links sein, um nicht rechts zu sein....

Und trotzdem hab ich irgendwie Bauchschmerzen, wenn ich es höre....verdammt....

04 Februar 2013

Schlacht mit Verlusten

18 Meter Falten aus einem 50 Meter langen Streifen.

Gute 44 Meter Rüschen und etwas mehr als 200 Perlen. Das ist das Resultat meiner Arbeit von gestern und heute.
Die Schlacht habe ich gewonnen. Und gegen Ende musste ich einen herben Verlust hinnehmen und es schien fast, als wäre ich der Verlierer. Vielleicht fällt etwas auf diesen beiden Bildern auf:
Genau. Meine Pfaff hats erwischt. 2 Meter vor Ende brach die Nadel und jetzt stimmt etwas mit der Spulenkapsel nicht mehr. ich bekomm die Nähnadel nicht mehr durch die Stichplatte, geshcweige denn, dass dann noch irgendeine Naht möglich wäre.
Also geht es morgen nach Augustin, damit der Doc sie wieder herrichtet. Ich glaube nämlich nicht, dass das ein Garantiefall ist. Aber ich werde nicht selbst daran herumschrauben, solange sie noch in der Garantie ist *g*

Nun ja, was hab ich noch gemacht? Perlen und Quasten kamen noch an die Überrockverzierung. Allerdings finde ich bisher alle Materialien, aus denen ich Quasten gemacht habe eher mäßig geeignet. Wolle mag ich nicht nehmen, also muss ich noch mal genau darüber nachdenken. Diese hier bleiben jetzt jedenfalls erst einmal. Zusätzlich habe ich noch Strasssteine auf die Stoffblumen geklebt. Jetzt funkeln sie auch etwas und wirken nicht wie ein Loch im tiefen schwarz.
Bis meine Maschine wieder geht, war es das erst einmal mit großen Fortschritten. Ich werd von Hand noch den ein oder anderen Schmuck aufnähen, aber grob ist der untere Teil vom Kleid fertig. Als nächstes geht es an die Taille.