Letzten Mittwoch nahmen mich Bienchen und Bärchen mit nach Rolandseck ins Arp-Museum. Bärchen ging hauptsächlich wegen der Max Ernst Ausstellung hin, Bienchen wegen der "I am" von Demetz und mich zog es wegen "Leibhaftig" dorthin.
Alle drei Ausstellungen waren wirklich gut inszeniert und so mitten in der Woche war auch nicht viel los, so dass man sich alle Stücke in Ruhe und ohne Gedrängel betrachten konnte.
Besonders fasziniert haben mich die Stücke von Berlinde de Bruyckere.
Ich hatte bei der liegenden Leiche aus Wachs den heftigen Wunsch, Vegetarier zu werden. Faszinierend, wie man aus Wachs etwas derart täuschend Echtes zustande bringen kann. Aber auch die bemalten Schädel und die kleinen Särge mit den Wachsskeletten aus dem 19. Jhr waren spannend. Überhaupt waren es so entspannte und schöne 4 Stunden, dass mein Leben ruhig öfter so sein darf.
Leider hatte ich keine Kamera dabei, so dass ich keine Bilder zeigen kann, aber wer dem Link ins Museum folgt, findet kleine Beispiele.
Und wenn jemand Zeit hat, kann ich ihm den Bahnhof Rolandseck und das Museum ohnehin empfehlen. Ein wunderschönes Gebäude mit hohen Hallen und verzierten Gittern. Zum Träumen.
Am Montag morgen schaute ich auf mein Kleid und dachte...nööööö. Also schlüpfte ich in Hose und T-Shirts, ließ die Schminke links liegen und freute mich, meine Buttons wieder durch die Gegend tragen zu können. Und wenn man schon mal praktisch gekleidet ist und niemanden mehr mit dem eigenen breiten Hintern stört, kann man endlich Kultur genießen. Zugegeben, ich hätte das auch mit den großen Kleidern getan, aber es ist doch schöner, wenn man den anderen nicht soviel Platz wegnimmt.
Und da ich Montags grundsätzlicheher bequem rumlaufe, bieten die Museen sich auch für Montags an. Als erstes landeten wir in der friedlichen Revolution. zugegeben eher zufällig, da wir einen Eingang zu früh in der Runden Ecke erwischten. Und mir gefiel die Ausstellung außerordentlich gut.
Danach haben wir dann die Ausstellung "Kinder der Nacht - unangepasst und überwacht" besucht. Letztes Jahr hatte ich das leider nicht geschafft, aber sie war, wie ich erwartet hatte. Okay, etwas kleiner als erwartet aber wirklich super. In den Akten hätte ich noch stundenlang kopfschüttelnd stöbern können.
Und wie imemr landeten wir danach auf der Moritzbastei. Montags ist das sehr angenehm, weil ich unbehelligt durch komme (allerdings muss ich sagen, dass ich dieses Jahr im Allgemeinen weniger Probleme mit den Fotografen hatte. Vermutlich hab ich endlich eine "Knips und ich fress dich- Ausstrahlung")
Und wieder traf man alle Verrückten, mit denen man die letzten Tage verbracht hat. Das treffen war sooooo schön an diesem Montag. Habt vielen Dank dafür, dieser Montag morgen war einer der schönsten, an die ich mich erinnern kann. Danke sorrowsplea, wollmaus, lene, Neisella, Thomas, Max, Sebi, Dan, Meara, Nebelspinne und... äh....*hüstel* jetzt hab ich den Namen deines Liebsten vergessen, aber dem auch ein Danke :) Ich hoffe doch sehr auf eine Wiederholung nächstes Jahr (bis auf die Szene, in der ich aus der Federweißerflasche "saufend" in das dumme Kamerabild gelatscht bin. *brummel* den Minipunk in mir werd ich nie los)
Und bevor wir der Meute im Heidnischen Dorf schon wieder in die Arme liefen, waren Max und ich noch kurz auf der Agra. Ein Pläuschchen mit Kelaino hier und eines dort mit Manzur und Co. dann war es schon wieder Zeit für das HeiDo, denn Max wollte sich so gerne Saltatio Mortis anhören.
Ich muss zugeben, die Zeit vor dem Konzert war viel lustiger. Wir sind auch nicht bis zum Ende geblieben, Max hatte sein Lieblingslied gehört und damit genügt es auch. Meinen Rekord von "kein Konzert" werdeich nie brechen können, aber zwei Halbe sind auch nicht schlecht, oder? Aber wer will schon Bands auf dem WGT sehen *hüstel*
Dienstag ging es dann um 9 Uhr wieder recht früh nach Hause, was aber auch nicht so schlimm war, denn wie bereits erwähnt, hab ich den Mittwoch nicht frei bekommen.
Und weil ich seit ewigen Zeiten keinen derartigen Lachanfall mehr hatte und ich mir immer noch kein Kichern verkneifen kann, hier etwas für mein Neiselchen (unsere Version war bessernomnomnom):
Ich liebe dich
ich liebe dich
ich liebe dich
ich liebe dich
ich liebe dich
ich liebe dich
ich liebe dich
Und jetzt wird es wieder Zeit für den Alltag, das Hochzeitskleid wartet auf mich und muss schließlich Anfang Juli fertig sein. Und für eventuelle Missverständnisse: Nein, nicht mein eigenes :)
Gestern Mittag beschloss mein Herzallerliebster spontan, mich ins Alexander Koenig Museum nach Bonn zu entführen. (Zum Dank hab ich ihn eingeladen)
Leider sind die meisten Bilder nicht sehr gut geworden und irgendwie sind fast nur Vögel übrig geblieben.
Von außen finde ich das Gebäude ganz wundervoll mit seinen Statuen und Löwen. Aber bevor ich ins schwafeln gerate, trage ich lieber ein paar Fakten zusammen: "Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig (ZFMK) ist eines der großen naturgeschichtlichen Forschungsmuseen in Deutschland. Den führenden Ruf hat sich das Museum durch die Dokumentation, Erforschung und Erklärung von Artenvielfalt (Biodiversität) erarbeitet. Das "Herz des Museums" bilden die bedeutenden wissenschaftlichen Sammlungen, die sich auf die Wirbeltiere und Insekten in Landlebensräumen konzentrieren. Diese Sammlungen stellen die Grundlage der vielfältigen, im Museum Koenig bearbeiteten Forschungsthemen dar." (Quelle: www.zmfk.de)
Im Grunde besteht die komplette Ausstellung aus ausgestopften Tieren und hin und wieder wird mir bei den leblosen Augen ein wenig schwer ums Herz. Nichtsdestotrotz war es interessant, so viele, auch heimische Tiere zu sehen, wiederzuerkennen oder neu zu lernen. Erschreckend auch die Informationen, wieviele der Tiere vom Aussterben bedroht sind. Nicht, dass ich das nicht schon gewußt hätte, aber wenn man es noch einmal so vor Augen geführt bekommt...
Auf meinen Bildern gibt es aus der europäschischen Region die Fledermaus und den Raben, aus der Polarregion den Polarfuchs und aus Afrika das Krokodil
In der Vogelwelt fand sich der australische Leiervogel. Aber das müsst ihr selbst gehört haben:
Desweiteren habe ich aus der Vogelwelt noch ein Bild von einem Kiwi und einer Harpye mitgebracht.
"Kiwis sind die kleinsten aller Laufvögel. Sie sind 35 bis 65 Zentimeter lang, bis 35 Zentimeter groß und ein bis fünf Kilogramm schwer. Kiwis haben zwar noch kleine, vier bis fünf Zentimeter lange Flügel, sind aber nicht in der Lage, damit zu fliegen. Sie besitzen keinen Schwanz, was dazu beiträgt, dass sie eine ungewöhnliche ovale Körperform haben. Zu diesem Erscheinungsbild tragen auch die weit nach hinten verlagerten Beine bei. Diese kräftigen Beine tragen, wie bei den meisten Vögeln, vier Zehen; mit ihnen vermögen Kiwis gut und schnell zu laufen. Längere Fluchtdistanzen erübrigen sich aber meist in ihrem unübersichtlichen Lebensraum. Der Kopf der Kiwis ist relativ klein, der Schnabel sehr lang und nach unten gebogen." (Wikipedia)
"Die Harpyie ist eine sehr große, kräftig gebaute Greifvogelart. Sie kommtin den tropischen Wäldern Mittel- und Südamerikas vor und ernährt sich dort vor allem von Faultieren und Affen. Die Harpyie gehört zu den größten Greifvögeln der Welt und ist wohl der physisch stärkste Greifvogel. Der Rumpf ist überaus kräftig, die Flügel sind relativ kurz und sehr breit, der Schwanz ist dagegen relativ lang. Körperbau und Färbung der Harpyie sind typisch für Greifvögel, die im Wald leben und dort schnelle und relativ große Beute jagen. (Wikipedia)"
Im Keller des Museums gibt es ein kleines Vivarium mit lebenden Tieren. Eine Handvoll terrarien mit Fröschen, Nattern und Eidechsen, sowie zwei Aquarien. Unter anderem eines mit einem afrikanischen Lungenfisch. Ich war mir sicher, das Tier ist tot, bis es sich aufgerichtet hat und an der Wasseroberfläche Luft geholt hat. Für mich ein merkwürdig anmutendes, aber umso faszinierenderes Tier.
Beendet haben wir den Rundgang dann im Bistro bei lecker Waffeln mit Eis und Kirschen, bzw hatte mein Liebster Schnitzel mit Kartoffelsalat.