28 Dezember 2014

Schlemmer-Wochenende-Genießerurlaub

Wir sind wieder im Lande.
Ich hatte mich wirklich wahnsinnig auf diese zwei Nächte im Hotel gefreut und zugegebenermaßen meine Erwartungen evtl etwas hochgeschraubt. Dennoch....

Also ich bin wirklich erholt, Henrik und ich hatten zwei schöne Tage in Siegen. Wenn auch nicht zielgerichtet, ist das Museum im Oberen Schloss einen Besuch wert, wenn man denn schon mal in der Nähe ist. Vor so einem riesigen Rubens zu stehen, ist schon beeindruckend..zumindest für mich. Aber ich mag Rubens ja auch meist :) Leider durfte man in den Räumen des Schlosses nicht fotografieren.
Trotz des stürmischen Schneewetters haben wir auch einen Bummel durch die Innenstadt unternommen und dabei eines der besten Restaurants gefunden, in denen ich je gegessen habe. Wer mal in Siegen ist, sollte ins first.kitchen gehen. Schon allein die Idee mit den versenkten Tischen fand ich wirklich witzig. Aber das Essen war der Oberknaller. Wir sind da kugelrund wieder herausgerollt, obwohl ich der Versuchung widerstanden habe, mich doch noch durch die ganze Speisekarte zu futtern.

Kommen wir zu meinem ABER. ABER das, was ich gebucht habe, nämlich: 

Schlemmer-Wochenende-Genießerurlaub im Dreiländereck
Das Programm:
  • 2 x Übernachtungen inklusive reichhaltigem RAMADA MORNINGS Frühstücksbuffet
  • 1 x Begrüßungscocktail
  • 1 x Gang-Candle-Light-Dinner
  • 1 x Schlemmermenü / -buffet
  • Besichtigung des Oberen Schlosses und Gelegenheit zum Einkaufsbummel in der City Galerie
  • kostenfreie Nutzung des Panorama-Schwimmbades im 7. Stock mit angeschlossener Sauna
stellte sich so gar nicht als Genießerurlaub heraus.
Das Hotel war sauber, die Einrichtung okay...aber um ehrlich zu sein, erwarte ich das bei 4 Sternen auch. Auch das Frühstück war gut und ließ keine Wünsche offen, trotzdem ging es mir ja hauptsächlich um die beiden Abendessen.

Den Cocktail haben wir erst nach 2maligem Nachhaken bekommen (Cointreau mit Orangensaft)
Das Candle-Light-Dinner war....ein Menü, dass jeder Hotelgast bekam. Auch die, dei kein Candle-Light-Dinner bestellt hatten. Die Kerze und das Gestrüpp (sorry...Tischdeko sieht anders aus) haben jetzt nicht zur Stimmung beigetragen und dass wir auch grundsätzlich erst einmal nichts zu trinken bekamen, machte den Abend auch nicht romantischer.
Das Essen ... hat geschmeckt. Cremesüppchen, für den Herrn Hirschragout, für mich Fisch (aus diesen beiden Gerichten konnten wir wählen) und zum Nachtisch Vanillepudding....Verzeihung Creme Brulee (wers glaubt) mit Früchten. 
Allerdings war das Essen schnell auf den Tischen, das muss man zumindest gesagt haben,wenn man den zweiten Abend auch mitgemacht hat :-D

Das Schlemmerbuffet war gelinde gesagt eine Katastrophe (Zitat Henrik: "ziemlich affig") Hätt ich keinen Wein gehabt, hätt ich es vermutlich weniger amüsant gefunden.
Der erste Gang kam relativ flink und die Getränke ebenfalls.... Melone mit Schinken. Mjam..mag ich, kann man auch nicht viel verkehrt machen. Als nächstes wurde uns der Hauptgang serviert (zum Glück hatte die Bedienung richtig geraten, wir wurden nämlich nicht gefragt, welches von beiden Gerichten wir haben wollten). Ich muss allerdings ernsthaft sagen, dass ich die beiden panierten Pangasiusstückchen auf den Spaghetti in Tomatensoße nicht unbedingt als Schlemmergang bezeichnen würde. Die Nudeln wirkten unglücklicherweise irgendwie wieDosenfutter.
Als wir nach der Suppe fragten, wurde die Kellnerin ganz blass und konnte sich gar nicht erklären, warum wir die nicht bekommen haben.
Die badische Zwiebelsuppe bekamen wir dann etwa 30 Minuten nach dem Hauptgang und dann entpuppte sie sich auch noch als Tomatensuppe.
Die "Weiße Mousse mit Früchten" sollte den Abschluss bilden und war dann leider nicht mehr als ein kleiner Obstsalat mit Sahne. Grmpf....
Anderen Gästen ging es leider auch nicht besser, da war Essen kalt, Fleisch nicht genießbar und/oder ein Gang wurde falsch oder gar nicht serviert.

Die Kellnerin sagte noch, es wäre wohl jemand in der Küche ausgefallen..aber wir waren grad mal 12 Gäste im Restaurant...das sollte trotzdem zu schaffen sein und zwar ohne Dosennudeln.
Wir hatten noch Glück. Wir haben nur von 19:15 bis 21:30 Uhr da gesessen und hauptsächlich gewartet. Ein Trio von drei netten, älteren Damen hat eine Zeit von 18:15 bis 22:00 Uhr im Restaurant verbracht.

Und heute morgen war der Parkplatz vom Hotel auch noch eine einzige Eisfläche. Nicht ein Krümelchen Salz war gestreut.

Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, aber so niedrig hätte ich sie nie ansetzen können.
Nächstes Mal wird nicht mehr spontan gebucht, sondern sich besser informiert.

12 Dezember 2014

Acht Jahre

Was gibt es Schöneres, als nach einem harten Arbeitstag vom Herzallerliebsten einen Strauß mit 10 Rosen überreicht zu bekommenb, von denen zwei weiß und acht rot sind?
Gar nichts... zumindest nicht an jedem 10. Dezember im Jahr.
Den "Regeln" entsprechend hab ich unseren Jahrestag mal wieder völlig verpeilt, im Gegensatz zu meiner besseren Hälfte. 
Dafür spendiere ich uns ein kleines Verwöhn-Romantik-Wellness-Wochenende nach Weihnachten.
Ein hoffentlich hübsches Hotel in Siegen mit Candle-Light-Dinner und Schlossbesichtigung.
Das macht die 10 Arbeitstage bis Weihnachten gleich um einiges erträglicher.
Dass es mal jemand so lange mit mir aushält hätte ich ja auch nicht gedacht...

09 Dezember 2014

...

Ich gebe zu, auf dem anderen Blog bin ich etwas aktiver als hier. 
Das liegt aber unter anderem daran, dass ich einfach nichts habe, über das ich schreiben könnte. Also, über das ich derzeit schreiben möchte.
Die Post geht mir mit ihrer merkwürdigen und vollkommen wahnsinnigen Kamikaze-Strategie einfach derart aufs Gemüt, dass ich schon kaum noch die Energie aufbringe, mich darüber zu ärgern.

Dazu kommt der Weihnachtsstarkverkehr. Die Entlastungstour, die ich hab, ist zum Glück nicht übermäßig ätzend und hat es derzeit gerade mal auf 98 Pakete geschafft, aber durch lauter Kranke, komm ich kaum dazu, sie zu fahren. Jeden Morgen darf ich in einen anderen Bezirk hüpfen...

Und am meisten stört mich, dass ich nur noch Arbeit um mich herum hab. Ich kann nur noch an die Arbeit denken, über die Arbeit reden, mich mit der Arbeit auseinandersetzen. Ist wohl auch normal, wenn man 70% seiner Lebenszeit mit Arbeit verbringt und die restlichen 30% schläft. Aber das ist nicht das Leben, das ich mir für mich vorgestellt habe. 
Ich lebe in einer Welt, die Abertausend Möglichkeiten bietet, und ich hab nicht einmal zwei Tage, um wenigstens weiter als 30 km zu reisen *Seufz* Ich fühle mich so sehr in der Gesellschaft angekommen, dass mich das zu erdrücken droht.
Ich will nicht mein Leben dazu nutzen, einen Konzern noch reicher zu machen, indem er meinen Rücken schuften lässt und mir keine Wahl lässt.
Und die habe ich nun mal nicht wirklich....meinen Strom kann ich nicht mit Röcken ertauschen, mein Essen will niemand gegen Röcke geben und Stoffe bekomme ich auch nicht geschenkt, weil ich so nett gucke.
Ich hasse das alles manchmal so sehr....