23 Mai 2011

Die Sache mit dem Äußeren

"Ich bin ja nicht mehr schwarz, hab mich weiterentwickelt" oder "Für diese Art Kleidung bin ich mittlerweile zu alt"
Solche Sätze finde ich überaus schade. Wer hat das Gesetz aufgestellt, dass man über 25 nicht mehr so rumlaufen kann, wie man möchte? Ich frage mich oft, ob solche Leute denn wirklich begriffen haben, worum es überhaupt ging und geht. Zudem fühle ich mich immer etwas diskriminiert muss ich gestehen, da ich solche Sätze oft von jüngeren Personen hören muss.
Meine Vermutung ist ja auch, dass viele mein Äußeres aus ihren eigenen Erfahrungen her einfach mißverstehen. Meine Kleidung soll nicht jedem zurufen "schaut mal wie gothic und wie true ich bin" Für mich ist Provokation schon lange nicht mehr wichtig.

"Also der und der Schnitt geht gar nicht für Dicke"
Wer sind die anderen, dass sie mir verbieten können, scheiße auszusehen? Oder anders ausgedrückt, nur weil andere finden, dass ich nicht gut aussehe, gilt das noch lange nicht für mich.
Ich finde ein generelles "Das geht gar nicht" einfach nicht angebracht. Ich trage so viele Sachen, die mir so richtig gut gefallen, von denen ich dann immer lesen darf, dass sie ja bei meiner Figur, Hautfarbe, Gesichtsform, was weiß ich "mal gar nicht gehen" würde. Ich lasse mich dadurch nicht abhalten, aber unbeeindruckt lässt mich so etwas auch nicht. Wer möchte schon gerne ausgelacht werden, obwohl und gerade wenn er sich gefällt.

"Du läufst so rum, dann musst du damit rechnen, dass da wer was sagt"
Ich glaube nicht, dass ich das muss. Warum soll ich mich anpassen, um keine unhöflichen Kommentare zu bekommen? Ich sehe auch nicht, dass die Leute einer Blue Jeans oder einem rosa braunen Pullover merkwürdige Sätze nachrufen, obgleich ich da auch sagen könnte, da haben sie doch selbst schuld, wenn sie so rumlaufen?. Tue ich aber nicht.
Ich möchte doch einfach nur ich sein.

15 Mai 2011

Zeit ohne Lächeln

Sie sind oberflächlich, ignorant, dumm, rechthaberisch, besserwisserisch und sie machen mir das Leben schwer. Und immer wieder frage ich mich, ob nicht ich die ist, die zu dummist, geradeaus zu denken.
Ich wußte schon immer, dass sieso sind und deshalb hatte ich nie viel mit ihnen zu tun, aber durch mein geliebtes Baby muss ich mich ja mit ihnen beschäftigen.

Sie wollen rein, bevor offen ist und sind beleidigt, wenn ich dann noch nicht bereitwillig die Tür öffne, können nicht fassen, wenn etwas gerade nicht da ist und finden es noch viel schlimmer, wenn ich es nicht sofort besorge, sondern ein oder zwei Wochen sammeln möchte. Sie wollen immer haben ohne zu geben.
Sie finden alles toll und gehen wieder, ohne es mitzunehmen, aber man hat mich ja dringend gebraucht und wünscht sich, dass ich unbedingt noch länger da bin, allerdings ohne etwas dafür zu tun.
Und irgendwann stehen sie vor einem leeren Fenster und wundern sich?

Und von den anderen weiß es jeder besser, zumeist ungefragt. Sie verwandeln mein kleines Schmuckstück in einen lauten Treffpunkt, ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass sie, um ihren Treffpunkt zu erhalten, auch etwas geben müssen.
Und diese Ratschläge...
Ich will es nicht laut, schrill und bunt. Warum glauben sie denn wohl, fühlen sie sich so wohl bei mir, dass sie den ganzen Tag da sind? Weil es nicht laut, schrill und bunt, sondern ruhig, schwarz und entspannt ist.
Und wenn ich mich nur mit schrill, laut und bunt halten könnte, dann werde ich wieder aufgeben, denn ich kann nichts machen, in dem ich mich nicht wiederfinden kann und hinter dem ich mit all meiner Seele stehen kann. Ich will mich nicht verbiegen lassen, ich KANN mich nicht verbiegen lassen.

Vielleicht habe ich den falschen Weg gewählt, aber jetzt muss ich ihn gehen. Es fällt mir so schwer, die Mundwinkel nach oben zu heben. Ich war so ausgeglichen und zufrieden, so lange ich nicht viel mit Menschen zu tun hatte.

Ich will mein Lächeln wieder haben.

10 Mai 2011

Gothika 2011

Am Sonntag war ich zum ersten Mal auf der Gothika, die ja neben der RPC stattfand.
Ich muss sagen, ich hätte sie mir größer vorgestellt, aber ich habe trotzdem eine Menge gesehen. Ich hab keine rechte Motivation füs Aufbrezeln finden können, also war ich irgendwie recht schlicht unterwegs, anders als Marion *g*

Bei Niniel am Stand hab ich direkt ein paar Halsbänder für den Laden eingepackt. Ihrer war ein kleienr, aber feiner Stand, leider in der hinteren Ecke der Halle ganz außen. Aber ab und zu hat sogar ein Drow auf ihn aufgepasst *gg*
Nashimiron hatte ihren Stand direkt daneben, sie kenne ich noch aus Bremen von vor fast 10 Jahren. Sie hat mich nicht wieder erkannt, aber weiter schlimm ist das nicht, viel hatten wir in Bremen nicht miteinander zu tun, aber die Welt ist doch sehr klein.

Wu von Reagenz hab ich auch wieder getroffen und ebenso direkt was für den Laden gefunden.
Auch, wenn seine bisherigen Sachen meiner Kundschaft eher weniger zugesagt haben, ich bediene eben weniger die Cyber und Elektroschiene. Was keine Rüschen hat, lässt sich nicht verkaufen *g*

Von der Bühnenshow habe ich nur die Tribaldancer mitbekommen. Ist eine tolle Sache, wie die sich bewegen können, aber einfach nicht so sehr mein Ding. Als jedoch der Kerl anfing zu tanzen... woha, das war schon ein Augenschmaus, das muss ich zugeben. Am anfang war ich ja sehr skeptisch, aber schließlich habe ich sogar ein halbwegs brauchbares Foto vom "Hexenmeister" geschossen.

Alles in allem war die Gothika für mich jetzt nichts besonderes, aber die Stände haben mir zumindest bestätigt, dass mein Angebot nicht so verkehrt sein kann und ich hatte einen feinen Tag mit Marion, Max und Nini.

03 Mai 2011

kleine Erinnerung

Eine kleine Erinnerung an das Aristokratenpicknick am 17. April im Schlossgarten in Schwetzingen. Ein wundervoller Tag, an dem ich wirklich nette Menschen kennenlernen durfte. Und ich finde es imemr noch wirklich schade, dass es so etwas bei uns hier nicht zu geben scheint. Oder ich kenne einfach nicht die richtigen Leute.

30 April 2011

Kopflastig

Damit es hier nicht nur philosophisch wird, kommen wir einmal zu einem ganz anderen Thema.

Gestern Abend war wieder Sonnenfinsternis im Shadow angesagt. Die einzige Party hier rundum, die ich kenne, auf der wenigstens zu zwei Dritteln die Musik gespielt wird, die ich kenne. Ich liebe diese Abende, auch wenn ich leider die einzige bin, die da im Reifrock aufkreuzt. Aber die einzige Gelegenheit im Monat, ihn zu tragen, werde ich mir nicht nehmen lassen *g*

Und da ich finde, dass zu aufwändigen Outfits auch eine aufwändige Frisur gehört, habe ich gestern etwas neues getestet. Diese Frisur ist für das nächste WGT geplant, allerdings war ich mir nicht sicher, ob die Umsetzung überhaupt möglich ist.
Leider bin ich einfach nicht gut darin, nur meine eigenen Haare zu benutzen, zumal die ja auch grade nur bis knapp über die Schulterblätter gehen, daher müssen bei Hochsteckfrisuren grundsätzlich die Haarteile ran. Noch...
Ich war überrascht, wie gut das funktioniert hat. Der ganze Wust hat sich kaum gelöst, auch wenn etwas mehr Haarspray und mehr Haarnadeln beim nächsten Mal nicht verkehrt sind. Und ich muss darauf achten, die Enden besser einzudrehen, ich hoffe, dass es Pfingsten besser funktionieren wird, weil die Haarteile da komplett neu sind.
Schwer war sie nicht zu stecken und ich gehe da relativ chaotisch ran. Strähne für Strähne wird irgendwie ohne Plan quer über dem Kopf zwei oder dreimal fest geklemmt. Meine eigenen Haare hinten hab ich einfach mit eingedreht und vorne hab ich einen Teil antoupiert und an den Seiten befestigt. Vier Strähnen hingen lang herunter und der Pony blieb einfach ungestylt.
Das Ergebnis war eine recht hohe, volumenöse Hochsteckfrisur. Und auf dem WGT wird es das Ganze dann mit Locken geben.

Ich musste das Bild von vorne extrem stark aufhellen, ich fürchte, man kann kaum etwas erkennen, beim nächsten Mal mach ich es besser. Versprochen.
Von hinten sieht es relativ unspektakulär aus, aber das störte mich jetzt nicht so. Ich bin sehr neugierig, wie es dann mit den Locken wirken wird.