Ich gebe zu, auf dem anderen Blog bin ich etwas aktiver als hier.
Das liegt aber unter anderem daran, dass ich einfach nichts habe, über das ich schreiben könnte. Also, über das ich derzeit schreiben möchte.
Die Post geht mir mit ihrer merkwürdigen und vollkommen wahnsinnigen Kamikaze-Strategie einfach derart aufs Gemüt, dass ich schon kaum noch die Energie aufbringe, mich darüber zu ärgern.
Dazu kommt der Weihnachtsstarkverkehr. Die Entlastungstour, die ich hab, ist zum Glück nicht übermäßig ätzend und hat es derzeit gerade mal auf 98 Pakete geschafft, aber durch lauter Kranke, komm ich kaum dazu, sie zu fahren. Jeden Morgen darf ich in einen anderen Bezirk hüpfen...
Und am meisten stört mich, dass ich nur noch Arbeit um mich herum hab. Ich kann nur noch an die Arbeit denken, über die Arbeit reden, mich mit der Arbeit auseinandersetzen. Ist wohl auch normal, wenn man 70% seiner Lebenszeit mit Arbeit verbringt und die restlichen 30% schläft. Aber das ist nicht das Leben, das ich mir für mich vorgestellt habe.
Ich lebe in einer Welt, die Abertausend Möglichkeiten bietet, und ich hab nicht einmal zwei Tage, um wenigstens weiter als 30 km zu reisen *Seufz* Ich fühle mich so sehr in der Gesellschaft angekommen, dass mich das zu erdrücken droht.
Ich will nicht mein Leben dazu nutzen, einen Konzern noch reicher zu machen, indem er meinen Rücken schuften lässt und mir keine Wahl lässt.
Und die habe ich nun mal nicht wirklich....meinen Strom kann ich nicht mit Röcken ertauschen, mein Essen will niemand gegen Röcke geben und Stoffe bekomme ich auch nicht geschenkt, weil ich so nett gucke.
Ich hasse das alles manchmal so sehr....
Bitte entschuldige die späte Antwort auf deinen traurigen Post. Bei mir ist es im Moment auch so, dass meine Arbeit mein Leben aufzufressen scheint. Ich bin zwar nicht am Wochenende unterwegs, aber unter der Woche bin ich gefühlt nur auf der Arbeit oder im Bett. Selbst am Wochenende verfolgt es mich... Und ich möchte auch gerne mein Leben leben und nicht nur die Arbeit für meine Cheffin erledigen. Ich werde Weihnachten dafür nutzen, wieder mehr meine innere Mitte zu finden und mir Alternativen zu überlegen...
AntwortenLöschenIch kenne das. Eigentlich habe ich einen tollen Job, der mir Spaß macht und momentan kaum Stress birgt (zumidest wenn man "normal" ist, was bei mir nicht zu trifft...) Und neulich hatte ich zwischendurch mal einen Tag Urlaub. Da ist mir erstmal aufgefallen, was mir so im Leben fällt und was ich alles für andere und nicht für mein eigenes Seelenheil tue, obwohl es doch eigentlich mein Leben ist und ich darin zufrieden und erfüllt sein sollte...
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