31 März 2013

Ich prokrastiniere

Und das, obwohl ich dachte, in meinem derzeitigen Leben hätte ich gar keinen Grund dazu.
Doch anstatt brav an Max Garderobe, bzw deren Probeteilen - oder dann wenigstens am Hochzeitskleid - zu werkeln, habe ich mir heute eine neue Schnürbrust genäht.

Die war ganz plötzlich dringend notwendig. Okay, in meiner alten waren einige Löcher ausgerissen und sie war ohnehin eigentlich nur ein Probeteil, aber sie hätte auch noch das nächste WGT überstanden. Nun muss sie es nicht mehr...ihre traurigen Überreste sind würdevoll im Mülleimer gelandet.
Ich habe auch nicht lange an der Neuen gesessen. Ich glaube, ich habe so um die 5 Stunden gebraucht. Wenn überhaupt.
Gemacht ist sie aus "Eigentlich sollte ich mal ein Sofa werden" Stoff. Zumindest fühlt er sich so an. Das dickste, unelastischste und stabilste Zeug, dass ich derzeit besitze. Und dazu noch mit einem hübschen Muster. Also zwei Lagen zusammengenäht, Tunnel drauf, Stahl rein und Schrägband rum. Fertig.
Das Schrägband habe ich komplett mit der Nähmaschine angenäht. Ich hasse es, an den Zaddeln auch noch per Hand herumzufuhrwerken und am Ende sieht es ja doch doof aus. da kann ich es auch schneller mit der Maschine doof machen.
Das geht übrigens so: Ich nähe auf links das Schrägband an und zwar so, dass ich auch oben an den Zaddeln eine Ecke habe (siehe Foto)
Auf Rechts schlage ich dann unten an den Zaddeln ganz gebräuchlich die Ecken um und oben nähe ich das Schrägband im Rund an. Schlimmer wäre es mit der Hand allemal. So hält es wenigstens. Ich hoffe, die Fotos machen meine wirren Erklärungen etwas verständlicher.

Der tolle Unterbau stammt übrigens aus der Werkstatt der grandiosen Alwa Petroni. Ich hab ihn gesehen und musste ihn haben. Und extra für mich ist er auch sichtbar tragbar aus schwarzem Satin genäht. Perfekt für meine Fledderfrancaise.

29 März 2013

Hinter dem Horizont

Was für dich selbst wahr ist, ist wahr.
Egal ob es die anderen auch so sehen oder nicht.

24 März 2013

Ausblick

Nichts Neues an meiner Front.
Ursprünglich dachte ich, ich hätte bald wieder eine 5 Tage Tour, aber daraus wird die nächste Zeit wohl doch nichts.
Und von den zwei überstundenfreien Tagen hatte ich auch nichts. Eigentlich war Sonnenfinsternis geplant, aber mittags bekam ich schon den Anruf, dass ich Samstags auf der Matte stehen musste. Naja, aber bei schönem Wetter betrachtet, sieht meine Tour doch gar nicht so schlimm aus *g*
Mein Weg führt mich nämlich an der Burg Blankenberg vorbei. 


"Auf der Spornspitze, 80 m über der Sieg und in Sichtweite der Abtei auf dem Michaelsberg, gründeten die Herren von Sayn um 1180 die Burg Blankenberg.
Der Felssporn selbst dürfte zunächst siedlungsfrei gewesen sein. Von ihm wurde der Name Blankenberg im Sinne einer blanken, unbewaldeten Erhebung abgeleitet.
Die Befestigung hoch über der Sieg versetzte die Grafen von Sayn in die Lage, die Zugänge zum Siegtal und ins Bergische Land sowie auf den Westerwald zu beherrschen. Die Burg, eine der größten Landesburgen in diesem Teil des Rheinlandes, ist eine rechteckige Anlage auf langem Bergrücken mit einer vorgeschobenen schweren Bastei.
Während des 30jährigen Krieges wurde die Burganlage fast vollständig zerstört. Erhalten sind Reste des Palas, des Pfortenhauses und spärliche Reste einer Doppelkapelle. Auf der Südseite steht ein mächtiger Bastionsturm aus dem 15. Jahrhundert, an der Nordseite ein runder Bergfried. Die Vorburg ist ebenfalls durch einen starken Rundturm mit einer hohen Schildmauer und einem Torturm geprägt." (Quelle)

Es sind nur noch 33 Arbeitstage bis zu meinem Urlaub und noch 52 Tage, eine Hose, eine Weste und eine Uniformjacke bis zum WGT. Ich hoffe jeden Tag wieder auf das Einschreiben mit den Karten.Und dieses Jahr ist mir tatsächlich etwas passiert, was noch nie vorgekommen ist. Es interessiert mich keine einzige der bestätigten Bands. Das kann sich natürlich noch ändern, aber letztes Jahr wusste ich nicht, wohin zuerst und dieses Jahr kann ich mich auf ein sehr ruhiges Wochenende ohne Hetzerei und Bedauern, wieder eine Band verpasst zu haben, einstellen.
Dafür habe ich zum mittlerweile vierten Mal die KLamottenpläne geändert. Und ich hoffe einfach weiterhin auf trockenes Wetter.
Ich freu mich so, ich müsste mich nur endlich wieder an die Nähmaschine setzen....

17 März 2013

So nah dran

Wir wollen ja bekanntlich aufgrund der Parkplatzsituation in der Gegend und der extrem unangenehmen Hausmitbewohner umziehen. Also sind wir seit geraumer Zeit auf der Suche nach einem schönen Plätzchen für uns. Und letzten Montag haben wir uns ein kleines Häuschen in Augustin angeschaut. Die Lage war jetzt nicht die optimalste, aber ein paar Abstriche dürfen sein. Zur Arbeit wär ich trotzdem gekommen.
Das Haus hat eine Wohnfläche von 96m² und ein Grundstück von 300m². Klein, aber wunderschön. Ein 400 Jahre altes Bauernhaus mit Hobbyraum und Laube. Rosenbeeten und Kugelakazien, einer Mauer herum und einem Türklopfer. Komplett saniert mit neuer Elektrik, Rohren, Fenster. Eine wunderschöne Badewanne und einer neu gemachten Treppe.
Und einer Deckenhöhe von 2,13m, aber egal....
Die Küche war maßeingesetzt und für 500 Euro hätten wir sie bekommen können...

Hätten. Denn wir haben den Termin zwecks Finanzierung hinter uns und leider haben wir nichts gutes zu hören bekommen. Daducrh, dass wir keine 20.000,- Euro als Eigenkapital haben, hätte uns das Haus im Monat mit Rate und Nebenkosten um die 1400,- Euro gekostet. Das ist für uns einfach nicht machbar. Wir haben zwar beide ein volles Gehalt, aber wir bleiben eben Normalverdiener. Und zudem verlangt die Lage des Hauses ja auch ein Auto, das bezahlt werden will, ich hab auch noch den Kredit für den Laden an der Backe (für einen kurzen Moment habe ich den Laden das erste Mal bereut). Wir wollen auch Essen und, um ehrlich zu  sein: ein bisschen leben.
Nunja, für uns bedeutet das allerdings einen kategorischen Kaufausschluss, denn eine Vollfinanzierung ist einfach nicht drin. Aber ich bin davon überzeugt, irgendwann werden wir eine schöne Wohnung für uns finden...

Die Rechte an den Bildern liegen bei Manella Immobilien.