20 Januar 2016

Kisten und Möbel

Ich habe noch gar nicht erzählt, dass wir die Wohnung, die ich im Dezemberpost gezeigt habe, tatsächlich bekommen haben.
Ich gebe zu, ich tu mich noch immer etwas schwer mit dem Gedanken, in dieses "NEst in der Provinz" zu ziehen. Und in meinen Verstand möchte auch keineswegs hinein, dass ich nur 10 Minuten vom Bahnhof und 5 Minuten Bahnfahrt von Siegburg entfernt bin.
Auch weigere ich mich standhaft, anzuerkennen, dass ich ja ohnehin hauptsächlich ein STubenhocker bin udn nun wirklich selten vor die Tür gehe, wenn ich nicht muss. Was macht da Siegburg oder Provinz?
Wie dem auch sei, auf die neue Wohnung (nicht deren Lage) freue ich mich trotz des auf uns zukommenden Stresses sehr. 
Zum Glück ist das Wohnzimmer bis auf ein Weinregal komplett. Auch das Schlafzimmer müssen wir nicht neu besorgen (ich verschweige jetzt einfach mal, dass wir letzte Woche neue Matratzen und Lattenroste besorgen mussten) und die Küchenzeile bekommen wir schon irgendwie in die neuen Maße hineingemogelt.
Und dann wären da die 20 qm, dei danach ganz allein mir gerhören. Mein eigenes Nähreich. Ich kann es kaum erwarten, stöbere stets und ständig in Möbelangeboten, Hacks, Dekoläden. Eigentlich wollte ich doch den Kram erst nach dem Umzug kaufen, damit nicht so viel geschleppt werden muss. Aber diese wundervolle Uhr... und diese Türhaken...und der Stoff... kennt das noch wer? Und wenn ich Pech hab, passt es alles hinterher mal wieder nicht zusammen. Dann ist das so.
Ich hab auch bereits angefangen mit Ausmisten und einpacken. Ich bin mir doch recht sicher, welche Stoffe ich wegräumen kann. Ich bezweifle stark, dass, wenn sie schon MOnate da liegen, nicht unbedingt in den nächsten 2 Wochen vernäht werden müssen. Oder sagen wir, ich hoffe es.
Anderes, dass noch zu den nächsten Projekten gehört, lasse ich draußen. Aber ich habe schon 4 Kisten gepackt und nur ein Zehntel meines Krams darin untergebracht. Das  wird ein großer Haufen Kisten...

18 Januar 2016

Ein Kompliment

Mir persönlich fällt es sehr leicht, Komplimente zu machen oder/und anzunehmen.
Aber in letzter Zeit habe ich einiges beobachten können, dass mich zum Nachdenken bewegt hat.

Den meisten in der Gesellschaft scheint es unglaublich schwer zu fallen, ein einfaches Kompliment (es muss ja nicht gleich "Du hast die schönste Nase des Universums" sein) anzunehmen.
Ich hab das immer so hingenommen.
Oft war es Fishing for compliments, also einfach, um noch mehr zu hören oder von Sätzen wie "Ach Quatsch, stimmt doch gar nicht" 
Da scheint mir die einzige Erklärung, dem Gegenüber Urteilsvermögen absprechen zu wollen, denn der hat sich ja anscheinennd geirrt.
Lange Rede, kurzer Sinn und worauf ich eigentlich hinaus wollte, war eine bestimmte Begebenheit:
Ich mache gerne KOmplimente, einfache, kleine, wenn jemand etwas gut kann, oder ähnliches, aber in letzter Zeit höre ich dann ständig von irgendwoher von der Seite "Schleimer".
Tangiert mich peripher, ich stehe zu dem, was ich sage und wie ich es gemeint habe. Aber ich stelle bei demjenigen, den ich mit dem Kompliment bedacht habe, dann Unsicherheit fest und die Freude über das Kompliment scheint etwas dünner zu werden.
Warum? Weil er sich plötzlich nicht mehr sicher ist, ob das Kompliment ernst gemeint ist? Weil er sich seiner eigenen Fähigkeiten nicht bewußt ist und sie das Lob nicht verdienen? Weil er plötzlich der Meinung ist, für jedes Kompliment wolle der Gegenüber irgendetwas und er war zu naiv, um das selbst erkennen zu können?
Und jemand, der Schleimer genannt wird. Anstatt entrüstet zu sein, dass an der Ehrlichkeit seiner Worte gezweifelt wird, wird sich gerechtfertigt, geduckt und beim nächsten Mal nichts mehr gesagt. Man möchte ja nicht anbiedernd wirken.
Herrgoth und wenn schon. Wenn jemand etwas nettes sagt, dann kann man sich auch darüber freuen.
Ich persönlich habe mir angeeignet, erst einmal das Gesagte anzunehmen und mich zu freuen. Wenn tatsächlich jemand nur ein Schleimer ist, ist mir das egal...ich muss seine Wünsche ja nicht erfüllen, aber freuen, darf ich mich über schöne Worte trotzdem.
Diese Welt ist schon grau genug, da sollte man sich nicht nehmen lassen, die schönen Dinge auszusprechen.

17 Januar 2016

Wintertraum

Ich wünsche ein frohes, neues Jahr.
Ich hatte ein ganz wundervolles Silvester in kleiner Runde und einem um Mitternacht friedlich da liegenden Friedhof mit Blick auf das Feuerwerk über Bonn. Schön wars.

Vor sechs oder sieben oder vielleicht auch acht Jahren habe ich meinem Liebsten zu Weihnachten mal einen Besuch im Phantasialand geschenkt. Zur Winterzeit wird dort viel mit Licht und Atmosphäre gespielt und wir wollten das gerne einmal erleben.
Es kam, wie es kommen musste, aus irgendeinem Grund wurde Jahr um Jahr der Besuch verschoben. Bis wir uns gestern mit zwei wundervollen Menschen und seinen Kindern tatsächlich zur Winterzeit im Phantasialand fanden.
Es war bitterkalt und zwischendurch war ich der Meinung, meine Füße hätten sich schon ohne mich auf den Heimweg gemacht. Aber das minderte ja den Spaß nicht. Und ich persönlich fand den fallenden Schnee am Berliner Platz ungemein passend.
Sogar die Wasserbahn war offen und wurde von uns auch genutzt. Was schert mich da schon mein Mantel (*Seufz*).
Ich liebe Vergnügungsparks wirklich, aber ich muss nicht alle Achterbahnen haben. Denn am besten fand ich das Kettenkarussell mit den Wasserspielen und vor allem das zweistöckige Pferdekarussell. Auch wenn ich auf letzterem alleine herumsitzen musste.
Ursprünglich wollten wir gar nicht bis zum Feuerwerk und der Eisshow bleiben, aber plötzlich war es halb sieben und wenn man schon mal da ist...
Von der Show haben wir leider nicht viel gesehen, aber das war mir recht egal. Die vielen Lichter im ganzen Park waren mir schon genug. Ich liebe es, wenn es dunkel ist und überall glitzert es. Ein bisschen richtige Musik und ich wandelte mit einem burtonesken Gefühl durch einen Garten, den Edward mit den Scherenhänden hinterlassen hatte. Hach....
Fotos kann ich außer einem leider keine präsentieren, weil ich sowieso keinen Fotoapparat dabei hatte und zweitens diese wundervolle Lichtzauberatmosphäre ohnehin nicht hätte einfangen können.
Es war wundervoll, aber das nächste Mal werden wir dann wohl doch lieber im Sommer gehen, denn mit nassen und kalten Füssen war es dann auch genug.

06 Dezember 2015

Leben lässt sich nicht planen...

Schon wieder ein ganzer Monat herum.Einen netten Nikolaus wünsche ich allgemein.
Ich danke für die warmen Wünsche, aber leider, haben sich November und Dezember derzeit in kaum besseren Licht als der Oktober präsentiert.
Obwohl die letzten Novemberwochen auf der Arbeit wirklich entspanntes Arbeiten versprachen, hat sich das innerhalb eines Tages und 7 Krankmeldungen leider geändert. Derzeit heißt es mal wieder morgens um 6.00 Uhr auf der Arbeit und abends um 18.00 Uhr erst wieder da raus.
Jetzt liegt meine Hoffnung auf nächster Woche, dass sich das alles wieder entspannt.
Dazu kommt noch die Sorge um Henriks Vater... und meine Sorge um ihn, weil er sich soviel über den Hals zieht.

Umso mehr habe ich mich gefreut, als mein Wichtelgeschenk ankam. Ich habe mir dieses Jahr zum ersten Mal etwas beim Forenwichteln gewünscht und selbst einen anderen Wunsch erfüllt. Leider habe ich von der Kapuzenweste kein Bild gemacht, aber von meinen Geschenken schon.
Gewünscht hatte ich mir Gamaschen, ein Nadelkissen oder selbstgemachte Kosmetik.
Und dann kam nach drei Versuchen der Hermesbote und brachte mir ein so wunderbar duftendes Paket von Sehnsucht.
Voll mit wunderbarer Kosmetik. Mit Lippenbalsam, Badebomben, Bodymelts, Sheasahne und - am wirklich umwerfendsten - selbstgemachtem Parfüm.
Ich hab mit einem ganz wohlig glücklichen Gefühl das Paket leer geräumt und mich so sehr gefreut. Wie ich dann feststellen durfte, teilen wir die "vorliebe für das gruftigste aller Klischees". Patchouli! 
Dieses Parfum hat noch einige Duftnoten mehr, aber Patchouli hauptsächlich. Und ich kann es nicht beschreiben, aber der Duft erinnert mich an irgendetwas schönes. Warm, weich , Dunkel, angenehm. Genau, wie ich es derzeit gebrauchen kann.
Auch, wenn sie es vermutlich nicht lesen wird: Vielen, vielen Dank für diese wunderbare Reise ins Wohlfühlen und Entspannen.

Vorgestern haben wir uns eine Wohnung angeschaut. Obwohl ich in der derzeitigen Stimmung überhaupt keine Ambitionen habe aus unserem 8 Jahre alten Nest auszuwandern, sehe ich die Notwendigkeit nach mehr Raum. Und nach unendlichen Versuchen haben wir jetzt eine Wohnung gefunden, die okay ist. Gut, ich muss sagen, eigentlich ist sie fantastisch, wunderschön, günstig, toll gelegen und ein echter Traum. Meine Stimmung mags nur g
rad nicht so zugeben.
Ich hätte dann sogar mein eigenes Nähzimmer, mit Zugang auf den Balkon.
Aber irgendwie ist der Vermieter nicht mehr zu erreichen. Ich hoffe, die Wohnung ist nicht weg, wenn der sich mal bequemt, zurück zu rufen.

15 November 2015

Oktober? Welcher Oktober?

Den Oktober würde ich gerne streichen in diesem Jahr.
Eigentlich fing er ganz gut an und ich hatte tatsächlich jeden Samstag eine Einladung oder irgendetwas vor, und auch im Job die Aussicht auf freie Wochen.
Aber es kommt halt immer anders....Im Job hatte ich drei der schlimmsten Wochen überhaupt. Sie ließen mich wirklich zweifeln, ob es eine gute Idee war, mich für den Teamleiter zu entscheiden und jeden Tag hätte ich am liebsten alles hingeschmissen.
Der Herbst scheint pünktlich zum trüben Wetter alle schlechten Eigenschaften der Menschen auf einmal ans Licht zu fördern.
Und dann soll man auch noch professionell gelassen jedwede Beleidigung überhören, muss sich vor dem Chef in die Pfanne hauen lassen und dabei noch sicher sein, dass man das Richtige tut.
Zudem dachte sich mein Immunsystem, dass es doch auch einfach mal in den Streik treten könnte und überließ mich ohne Vorwarnung einer Grippe...natürlich hatte ich keine Zeit, um mich krank zu melden.
Zum Glück liefen die Tarifverhandlungen ganz gut und nach 3 Tagen war ich dann wieder soweit auf dem Dampfer, dass es weitergehen konnte. 
Es gab auch schöne Momente wie die Halloweenparty bei Stefan, aber um ehrlich zu sein, fällt mir bei Oktober nur der ganze Stress ein...

Dafür hat der November besser begonnen.  Schon allein wegen des Besuchs meines Vaters. Er blieb sogar über Nacht und wir haben sooo viel geplaudert. Mein alter Herr ist der Beste.

Ich war zwar keinen einzigen Tag meines Urlaubs daheim, aber dafür habe ich jetzt den Anfang des neuen Tattoos auf dem Rücken. Yay. Mein Tättowierer hat ein wahres Meisterwerk geschaffen. Ich habe das Ursprungsmotiv ja schon geliebt, aber was er daraus gemacht hat, wird einfach großartig. Nach zwei Sitzungen sieht man natürlich noch nicht viel, aber es wird einfach nur toll....die Totenköpfe und die Fledermäuse (deren Namen übrigens Morticia und Gomez sind) werden hinterher noch mit "Spitze" unterlegt und so quasi verbunden. Lässt sich schwer beschreiben, aber ich werde hier natürlich alle auf dem Laufenden halten.
Unter völliger Selbstüberschätzung leidend, habe ich natürlich großspurig Termine an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gemacht. Den ersten Tag mit 7 Stunden habe ich ja überlebt, aber den zweiten leider nicht.
Nach einer Stunde war leider schon Schluss. Aber ich konnte mich des Gefühls nicht mehr erwehren, dass Mark mit einer 10cm dicken glühenden Eisenstange Löcher in meinen Rücken bohrte.
Nunja, jetzt geht es wohl erst Ende Januar weiter. 

Und noch eine gute Nachricht hat sich für mich eingestellt. Wir haben letzten Montag die Urlaubspläne gemacht. Und für mich sind sowohl das WGT (um das ich diesmal gar nicht streiten musste) als auch - Tataa - das Picknick und das Amphi gesichert. Ich habe tatsächlich in den Sommerferien eine Woche Urlaub, weil da niemand wollte.

Nach drei Tagen Seminar diese Woche und zwei Tagen frei fängt am Dienstag dann die Arbeit wieder an. Allerdings fühle ich mich doch sehr erholt und sollte den Starkverkehr ganz gut überleben.