03 November 2014

Nachtkatzes Nahtzugabe

Immer diese ewigen Veränderungen.
Ich habe mich nun doch entschieden, meinen Nähkram wieder aus diesem Blog auszulagern. 
Der Hauptgrund, warum ich mich nun doch dazu durchgerungen habe, ist relativ simpel.
Ich möchte gerne eine Rezension über ein Schnittmuster schreiben. Glaubt man meiner Umfrage und rechnet großzügig ein paar Leute drauf, die nicht teilgenommen haben, habe ich knapp 25 bis 30 Leser, wenn überhaupt.
Davon interessiert sich die Hälfte nicht fürs Nähen und von der anderen Hälfte nicht unbedingt alle fürs historische.
Dann würde ich diese Rezension für vielleicht 8 Leute schreiben. Um ehrlich zu sein, da hatte ich das Gefühl, ich könnte mir das auch sparen. Den 8 Leuten kann ich auch so sagen, was ich von welchem Schnittmuster halte.
Den Blog wieder über Suchmaschinen zugänglich und per "Werbung" öffentlicher zu machen, kommt für mich einfach nicht in Frage, also blieb nur die Möglichkeit eines neuen Blogs.
Ich werde alle alten Nähartikel hier im Blog lassen, habe sie aber zusätzlich schon übertragen.
Ich vermute, dass meine Postfrequenz sich nicht ändern wird, aber nun auf zwei Blogs verteilt wird. Wer dem Neuen gerne folgen möchte, sei herzlich dazu eingeladen und klicke hier: Nachtkatzes Nahtzugabe.
Ich gebe zu, der Name ist nicht unbedingt originell, aber wenn man verzweifelt sucht, wird man ohnehin nicht fündig :)
Ich werde "drüben" nicht chronologisch und auch auf keinen Fall alles posten, was ich mache, denn das hat den letzten Nähblog wirklich zerstört, aber ich werde mir Mühe geben, ihn "schön" zu machen. Qualität und so....hoffen wir das Beste.
Am Design bastelt die andere kreative Hälfte der Familie noch. Das folgt dann bald.

30 Oktober 2014

Wie Taft und Seide

Wie ich schon erwähnte, dank verflixter falscher Knöpfe war meine neue Nüre nicht rechtzeitig zum Picknick fertig.
Aber wenn man krank geschrieben ist (ja, nach über 2 Jahren das erste Mal, aber mein Rücken hat mich gezwungen, ich schwörs), hat man Zeit zum richtige Knöpfe annähen und seit gestern morgen sind Seidenbrokat und Polyestertaft würdig miteinander verheiratet.
Leider ist mir die Seide an der Knopfleiste etwas ausgerissen und ich habe noch keine Idee, wie ich es besser verstecken kann, aber wegwerfen werde ich sie deshalb nicht.
Mit Deko lässt sich die Stelle auch schlecht verdecken, da ich die Nüre doch extrem schlicht gehalten habe (ist ja auch ein Tageskleid, nicht wahr? :) ) 8 Quasten und 6 Schleifen mussten genügen. Dazu habe ich das erste Mal mit Paspelband gearbeitet. Paspel ist definitiv eine Erfindung der Hölle, nur dazu da, die Nähmaschinen zu überforden und die Nerven zu zerstören. Aber sooooo schön, wenn man gesiegt hat. Für das erste Mal bin ich mal wieder recht zufrieden. (nur, um in zwei Jahren und mit mehr Übung fassungslos den Kopf über mein Unvermögen zu schütteln. Wie immer eben :-D )
Im Sommer werde ich sie wohl nicht tragen können, das Futter, das ich aus der unbrauchbaren Chemise a la reine gemacht habe, ist einfach zu warm in Verbindung mit dem Taft.
Der Rock besteht vorne aus Taft und hinten aus dem Seidenbrokat. Ursprünglich wollte ich nur den Taft verwenden, aber es wäre doch eine echte Verschwendung gewesen, den Brokat einfach liegen zu lassen. Und ich hab immer noch eine ganze Menge davon.

Ausführen möchte ich sie gerne im Januar im LePomPom, es ist so schön, dass sich hier immer mehr Möglichkeiten bieten.

29 Oktober 2014

Enchanted Autumn

Dieses Jahr gab es erneut eine Herbstauflage des schwarzromantischen Picknicks. An einem Sonntag, da am Abend vorher viele auf der wundervollen Hochzeit der Mottenprinzessin weilten.
Ich gebe zu, ich hatte ja ein paar Bedenken, ob ich Sonntag dann fit genug für das Picknick bin, aber erstaunlicherweise war ich schon recht früh auf den Beinen. Halb 10 oder so. ;)
Ursprünglich war die Seidenbrokatnüre geplant, aber leider kamen die bestellten Knöpfe erst am Samstag morgen und entsetzlicherweise hatte ich nicht auf die Größe geachtet.
Naja, so blieb mir wenigstens Knöpfe annähen erspart und ich konnte mich in Ruhe zurecht machen. Glücklicherweise fand sich in meinen Schränken voller "Nichts Anzuziehen" doch noch ein kleines Outfit, mit dem ich halbwegs zufrieden war.
Zum Picknick kann ich mich nur wieder einmal wiederholen. Ich liebe die Atmosphäre und die Leute da. Es ist einfach immer ein kleiner Moment, der mich zu Hause sein lässt. Es gibt immer ein paar neue Gesichter, die herzlich willkommen sind und der harte Kern fehlt ohnehin nie, glaube ich.
Das Wetter war sonnig und tatsächlich noch einmal sehr warm, mehr kann sich das Herz nicht wünschen.

Vielen Dank an alle, die diese Stunden für mich immer wieder so schön werden lassen, auch wenn nicht alle Anwesenden das hier lesen.

14 Oktober 2014

Aquatica

Ich gebe zu, die letzten Beiden Posts habe ich schon am Sonntag vorbereitet. Aber unter der Woche komme ich derzeit zu gar nichts und habe auch, ehrlich gesagt, keine Lust, zu schreiben. Und 3 Posts an einem Tag finde ich einfach nicht gut. Da geht ja alles unter.
Also kommt hier der zweite vorbereitete Text.
Zu der Fischnüre muss ja auch passender Schmuck her. Und Dieser entstand letzte Woche, als endlich die Kleinteile aus Amerika eintrudelten.
Die Steine sind wieder mit Nagellack bemalt. Eine tolle Art, die richtige Farbe zu finden. Denn trotz der immensen Vielfalt an farbigen Steinen, hat man beim Nagellack noch mehr Auswahl und Möglichkeiten, den richtigen Ton zu treffen. Und in diesem Fall war das ja so schon schwer genug. 
Ich habe es bewußt schlichter gehalten. ursprünglich waren noch Ketten am Collier, aber in meinen Augen wollte das nicht so gut zu den Ohrringen passen.
Im Hintergrund des Gesamtbildes sieht man übrigens das neue Tischbügelbrett, dass ich zwischendurch fertig gemacht habe. Wirklich eine Sache von 10 Minuten. Und ich bin absolut verliebt in den Stoff. Wenn er nicht so unglaublich teuer wäre, würde ich mir ein Kleid draus nähen. Andererseits...Baumwollsamt ist auch nicht viel günstiger...

13 Oktober 2014

Leibhaftig

Letzten Mittwoch nahmen mich Bienchen und Bärchen mit nach Rolandseck ins Arp-Museum. Bärchen ging hauptsächlich wegen der Max Ernst Ausstellung hin, Bienchen wegen der "I am" von Demetz und mich zog es wegen "Leibhaftig" dorthin.
Alle drei Ausstellungen waren wirklich gut inszeniert und so mitten in der Woche war auch nicht viel los, so dass man sich alle Stücke in Ruhe und ohne Gedrängel betrachten konnte.
Besonders fasziniert haben mich die Stücke von Berlinde de Bruyckere.
Ich hatte bei der liegenden Leiche aus Wachs den heftigen Wunsch, Vegetarier zu werden. Faszinierend, wie man aus Wachs etwas derart täuschend Echtes zustande bringen kann. Aber auch die bemalten Schädel und die kleinen Särge mit den Wachsskeletten aus dem 19. Jhr waren spannend. Überhaupt waren es so entspannte und schöne 4 Stunden, dass mein Leben ruhig öfter so sein darf.
Leider hatte ich keine Kamera dabei, so dass ich keine Bilder zeigen kann, aber wer dem Link ins Museum folgt, findet kleine Beispiele.
Und wenn jemand Zeit hat, kann ich ihm den Bahnhof Rolandseck und das Museum ohnehin empfehlen. Ein wunderschönes Gebäude mit hohen Hallen und verzierten Gittern. Zum Träumen.