14 Oktober 2014

Aquatica

Ich gebe zu, die letzten Beiden Posts habe ich schon am Sonntag vorbereitet. Aber unter der Woche komme ich derzeit zu gar nichts und habe auch, ehrlich gesagt, keine Lust, zu schreiben. Und 3 Posts an einem Tag finde ich einfach nicht gut. Da geht ja alles unter.
Also kommt hier der zweite vorbereitete Text.
Zu der Fischnüre muss ja auch passender Schmuck her. Und Dieser entstand letzte Woche, als endlich die Kleinteile aus Amerika eintrudelten.
Die Steine sind wieder mit Nagellack bemalt. Eine tolle Art, die richtige Farbe zu finden. Denn trotz der immensen Vielfalt an farbigen Steinen, hat man beim Nagellack noch mehr Auswahl und Möglichkeiten, den richtigen Ton zu treffen. Und in diesem Fall war das ja so schon schwer genug. 
Ich habe es bewußt schlichter gehalten. ursprünglich waren noch Ketten am Collier, aber in meinen Augen wollte das nicht so gut zu den Ohrringen passen.
Im Hintergrund des Gesamtbildes sieht man übrigens das neue Tischbügelbrett, dass ich zwischendurch fertig gemacht habe. Wirklich eine Sache von 10 Minuten. Und ich bin absolut verliebt in den Stoff. Wenn er nicht so unglaublich teuer wäre, würde ich mir ein Kleid draus nähen. Andererseits...Baumwollsamt ist auch nicht viel günstiger...

13 Oktober 2014

Leibhaftig

Letzten Mittwoch nahmen mich Bienchen und Bärchen mit nach Rolandseck ins Arp-Museum. Bärchen ging hauptsächlich wegen der Max Ernst Ausstellung hin, Bienchen wegen der "I am" von Demetz und mich zog es wegen "Leibhaftig" dorthin.
Alle drei Ausstellungen waren wirklich gut inszeniert und so mitten in der Woche war auch nicht viel los, so dass man sich alle Stücke in Ruhe und ohne Gedrängel betrachten konnte.
Besonders fasziniert haben mich die Stücke von Berlinde de Bruyckere.
Ich hatte bei der liegenden Leiche aus Wachs den heftigen Wunsch, Vegetarier zu werden. Faszinierend, wie man aus Wachs etwas derart täuschend Echtes zustande bringen kann. Aber auch die bemalten Schädel und die kleinen Särge mit den Wachsskeletten aus dem 19. Jhr waren spannend. Überhaupt waren es so entspannte und schöne 4 Stunden, dass mein Leben ruhig öfter so sein darf.
Leider hatte ich keine Kamera dabei, so dass ich keine Bilder zeigen kann, aber wer dem Link ins Museum folgt, findet kleine Beispiele.
Und wenn jemand Zeit hat, kann ich ihm den Bahnhof Rolandseck und das Museum ohnehin empfehlen. Ein wunderschönes Gebäude mit hohen Hallen und verzierten Gittern. Zum Träumen.

12 Oktober 2014

As it is

Ich schulde noch einen Konzertbericht.
Letzten Samstag waren Deine Lakaien in Köln und natürlich wollte ich es mir nicht nehmen lassen, das Konzert zu besuchen.
Was soll ich sagen,? Großartig, fantastisch und diese Stimme.... hab ich gehört.
Denn mehr als 3 Lieder habe ich leider nicht gesehen. Es war mir in der ausverkauften Halle einfach zu viel. Ich habe es zwischen den ganzen warmen Leibern in der stickigen Luft nicht ausgehalten.
Zu meinem Unglück muss ich zugeben, dass nicht einmal die Lakaien es schaffen, dass ich dieses Gequetsche von allen Seiten vergessen kann.
Ich meide ja schon lange überfüllte Konzerte, wenn auch unbewusst. Ich brauche Platz zum Atmen, um die Musik genießen zu können und nicht einmal hinten an der Theke, wo es sogar beim ASP Konzert relativ frei war, war Platz. 
Wenn demnächst nicht irgendwo ein Open-Air ist, wird es in diesem Blog wohl keine Konzertberichte mehr geben.
Der Abend war wunderbar mit netten Menschen und großartiger Musik, aber vom Konzert habe ich nun doch leider nicht viel mitbekommen. 
Ich habe sogar "Love me to the end" versäumt, aber die liebe Alex hat mir ein 30sekündiges Video und ein Foto davon geschenkt :)

Dafür habe ich ausnahmsweise mal daran gedacht, ein Bild von meinem Outfit zu machen. Nichts großartiges, aber so gibt es wenigstens überhaupt ein Bild von dem Abend, der dann tanzend in der Nightlounge in Bonn zu Ende ging. Der DJ hat sogar extra noch einmal "love me to the end" für mich gespielt *g*

22 September 2014

Maiden of the Ocean

Nach einer 51-Stunden-Woche (ich hab dunkel in Erinnerung, dass in meinem Vertrag was von 38,5 Stunden stand) habe ich gestern und heute genutzt, um meine Vorhaben weiter umzusetzen. Und siehe: meine Fischnüre ist fertig.
Der Paillettenstoff erinnert mich einfach zu sehr an Fischschuppen, daher der Name. Ich habe ein kleines Reststück im Forum gesehen und mich sofort darin verliebt. Er schillert von grün über gelb und lila bis türkis, petrol und hellblau. Was die Farbe der Knöpfe und Stickereien nicht unbedingt einfach finden ließ.
Ursprünglich wollte ich noch eine Meerjungfrau auf die Taille sticken, aber sie ging vollkommen unter und daher bin ich vorerst von diesem Plan zurückgetreten. Dafür habe ich statt schwarzer, petrolfarbene Perlmuttknöpfe verwendet. (natürlich hatte der Händler nicht mehr genug für alles, weshalb der Überrock jetzt schwarze Knöpfe hat).
Die Option des Bestickens steht mir aber noch jederzeit offen, da ich keinen Stahl in die Taille gearbeitet habe. An mir sitzt sie auch so straff genug.
Außer des Paillettenstoffes habe ich stinknormalen Taft verwendet, derzeit steh ich wieder ganz fürchterlich auf diesen Stoff. Auf dem Oberrock sind noch zwei Stickereien mit grünem Hologarn und schwarzem Metallgarn angebracht. Das grün passt je nach Lichteinfall perfekt oder gar nicht zum Paillettenstoff. Who cares. Und zur Not habe ich auch noch blaues Hologarn, um die Stickereien zu erweitern.
Der Rock sollte ursprünglich für zwei Nüren herhalten, aber ich musste die Fransen aufnähen. Anders hätte er mir einfach nicht gefallen. Also bekommt die Seidenbrokatnüre dann ihren eigenen.
Jetzt kann ich das Kleidchen in den Schrank hängen und mich auf die nächste Horrorwoche einstellen..

18 September 2014

Tricornus

Die Liste hier und die Erwähnung der ganzen Vorhaben scheint meine Motivation zumindest ein bisschen zu steigern.
3 Tage nach dem besagten Post war der Dreispitz bis auf die Federn fertig. Letztere musste ich erst wieder bestellen, weil der letzte Strauß sein Nest auf dem großen Titanic-Hut gebaut hat.
Also konnte ich vorgestern alles, was ich so hatte an die Krempe bappen.
Hahnenschlappen, Straußenfedern, Fasanenfedern und Coquetips fanden ihr Plätzchen. Andere Hahnen- und Pfauenfedern wollten in meinen Augen dann einfach nicht passen. Henrik sagte im Vorbeigehen so etwas wie "Das ist ja schon wieder so ein Angeberhut" naja..wer kann, der kann :-D

Das Grundgerüst besteht aus Hutdraht und Steifleinen, gefüttert mit Fahnentuch. Die Oberstoffe sind ein Taft und ein Paisleyfutterjacquard. Also im Grunde genommen die gleichen Zutaten wie der Titanichut.
Ein µ zu klein, kann ich ihn tragen, muss aber den nächsten Hut ganz sicher größer machen. Aber immerhin mal wieder ein Schnittmuster von mir, das funktioniert hat. Merkwürdigerweise passten Krone und Krempe einzeln auch auf meinen Schädel, nach dem zusammennähen allerdings nicht mehr so gut.

Die Pailettennüre muss nur noch fertig gesteckt werden, dann kann ich sie beenden. Ich habe mich vorerst gegen das Besticken entschieden, das kann ich immer noch nachholen.