Ich weiß, einige warten gespannt auf diesen Post, aber wie das so ist, ohne bIlder mag ich nicht und eigene habeich nicht, also musste ich etwas warten.

Letzten Samstag morgen sollte es also um 11 Richtung Antwerpen gehen. Mit der Bahn. Um halb 3 nachmittags sollte ich dann einchecken können. Eigentlich.
Und ich war optimistisch. Immerhin war ich mit der Bahn in den letzten Monaten ein Mal von Dreien pünktlich. Das hätte sich ja wiederholen können...eigentlich.
Nunja, meine erste Bahn hielt nicht Köln Hauptbahnhof, somit war der ICE, der nur alle 4 Stunden fährt für mich erledigt.
Nach einer Odyssee durch Köln, Aachen, Lüttich (wie ich es hasse, wenn sich alle weigern, mit mir englisch zu sprechen.) und Brüssel kam ich sage und schreibe um halb sechs abends in Antwerpen an.

War nichts mehr mit enspannt essen gehen, kurz ausruhen und in Ruhe fertig machen. Ich erwischte die einzige schlechte Pommesbude in Belgien und hab die Hälfte im Mülleimer verschwinden lassen. Naja, der Abend konnte ja nur besser werden.
Wurde er auch. Um halb acht war mein Zimmer mit tollen Leuten voll, die mich unbedingt überreden wollten, doch bitte nur in der Unnerbutz loszugehen. Ja, ich mag meine Bloomers auch ;)
Nachdem ich endlich fertig und der Kirschwein alle war, sind wir dann auch los gezogen. zu meiner ersten Gala Nocturna.

Die Location war atemberaubend. Der Weg, auf dem man sich in die Schlange einreihen durfte war mit Geistern und Kerzen gesäumt und für etwas Kurzweil sorgten Fechtkämpfe.
Allerdings muss ich sagen, die Atmosphäre hat sich für mich nicht unbedingt nach drinnen übertragen. Ich habe natürlich durch diverse Erzählungen viel erwartet. Aber das meiste wurde enttäuscht. Location und Dekoration, sowie die kleinen Details wie lebende Statuen, Feenstaub versprühende Stelzenläufer und Stände, die man nicht direkt überall sehen konnte waren klasse.

Aber ich fand die Walzerlektion zu lang. Es fühlte sich wie eine Ewigkeit an, bis ich das Gefühl hatte, dass die Gala "wirklich" anfing. Der Rotwein war leider ungenießbar, was man aber erst herausfand, wenn man eine halbe Stunde an der Bar angestanden hatte. Und als ich dann auf Bier umsteigen wollte, war es alle. Dazu kam, dass mir die Musik so gar nicht zusagte bis 2.00 Uhr. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Wenn man "Hijo de la luna" mag, dann war alles in Ordnung *g*
Eigentlich wollten wir um 2 auf den Weg in Hotel verschwinden, aber durch irgendeinen Zufall stand plötzlich Alkohol da und wollte vernichtet werden *hüstel* Ich kam sogar noch zum Tanzen. Um 3 Uhr beendete "Das Mondschaf" von Christian Morgenstern dann den Abend.

Mein Fazit: Die Gala war toll....wegen der Leute. Ich hatte einen Mordsspaß mit allen, die ich da treffen durfte. Zum Glück waren sie alle da und die meiste Zeit des Abends standen wir ohnehin draußen. Aber ich hätte mir von dem Ball im Allgemeinen einfach mehr versprochen. Auch wegen des Eintrittspreises.
Da fand ich das Preis-Leistungsverhältnis der beiden Bälle von Natalia und Marina ausgewogener.
Nichtsdestotrotz, ich hab der lieben Madame la Fontaine versprochen, wenn ich rechtszeigtig weiß, wann die nächste ist und ich urlaub bekomme, gebe ich der Gala noch eine Chance. Und wenn sie dann wieder so mäßig sein sollte, feiern wir das darauffolgende Jahr auf einer Wiese an der Sieg :)
Die Bilder sind übrigens von
Fred und
Steve