Nun ja.
Mein bericht von der Front folgt nun auch einmal....
Um nicht wieder das Gefühl zu haben, von der Bank übervorteilt zu werden, ließ ich mich darauf ein, nicht meinen Vater (der ja ohnehin mitten in der Ernte steckt), sondern jemanden anderes zu dem Termin mit der Bank zwecks Umschuldung mit zu nehmen. Bei diesem Jemand handelt es sich um einen Patienten meiner Mutter, der sein Leben lang im Kreditwesen bei der Bank arbeitete.
Hörte sich soweit gut an und meiner Schwester hatte er bei der Erstellung des Businessplans ja auch sehr gut geholfen.
Nun ja, Dienstag war es soweit. Er kam 35 Minuten zu spät, weil er mich schlichtweg vergessen hatte. Kann passieren, hab ich nicht nachgetragen.
ABER. Mir wurde tatsächlich ständig der Mund verboten.Das Angebot des Kredites war okay, das seh ich auch ohne jemand anderen. 10 Jahre lang, 6 % Zinsen. Werde ich nicht meckern.War so akzeptiert. Allerdings war ich mir die ganze Zeit bewußt, dass Frau S nicht mit mir verhandelte oder meinem Begleiter, sondern mit meinem Vater. Sie hat lediglich immer den Hof und den Namen gesehen. Statt mir hätte auch ein Kaktus dasitzen können. Ihm hätte sie mit Sicherheit das Gleiche erzählt.
Und ich wurde auch noch nett als "Pflegefall" bezeichnet. Wie kann man so unverfroren sein? Ich habe einen Vollzeitjob, habe auch die letzten zwei Jahre jeden Monat meine Rate gezahlt. Was macht mich denn zu einem "Pflegefall"? Und ich musste doch sehr nach Luft schnappen, als mein Laden als "Jugendsünde" bezeichnet wurde. Nicht von Frau S, sondern von meinem "Mitstreiter" Vielleicht hat das mit dem Laden nicht geklappt, aber deshalb ist es noch lange keine Jugendsünde. Ich würde es jederzeit wieder machen und war mir auch vor zwei Jahren der Risiken durchaus bewußt..... absolute Unverschämtheit.
Als nächstes kamen wir zu meinem ganz besonderen Wunsch nach Sondertilgungsmöglichkeit. Denn schließlich kommt ja auch noch die Kaution zurück und wenn ich mal Weihnachtsgeld oder so bekomme....was abbezahlt ist, ist abbezahlt. Pustekuchen.
Da waren sich die beiden Herrschaften schnell einig, das man mir sowas unmöglich gewähren könne. "Das können wir nicht machen, das weicht die Zinsen auf" Wer sollte mich noch grad unterstützen? Ach ja richtig. Derjenige aus dessen Mund dieser Satz kam....
Über so etwas wie Risiko durch Arbeitsverlust wurde gar nicht erst geredet und ich selbst bin nicht darauf gekommen.
Desweiteren wurde mir doch sehr ans Herz gelegt, die 25 Euro, die ich im Monat beiseite lege, nicht mehr zu sparen, das wäre ja jetzt auf der "Soll-Seite". Ich hab ihnen NICHT erzählt, dass das Geld keineswegs aus dem Laden stammte. Aber ich wollte ihnen erzählen, dass mein Lohn auf ein anderes Konto direkt hier vor Ort kommt und dementsprechend keine Deckung auf dem Konto in Gieboldehausen sein wird. Von der Seite kam das mir schon bekannte "Ruhe jetzt..:" und von vorne ein.."aha...macht nichts" Im Endeffekt wollen sie jetzt von einem Konto abbuchen, dass es in zwei Wochen gar nicht mehr gibt... *seufz* und ich kann wieder hin und her telefonieren, bis die vom richtigen Konto abbuchen.....
Als es um die Basis-rente ging bestätigten mir beide, ich müsse die ja bei der VGH kündigen, obwohl ich sie mit Frau S abgeschlossen habe.
Tja, die VGH hat mich dann wieder zur Bank geschickt und der Sachbearbeiter dort war nicht unbedingt sehr erpicht auf Arbeit....
Als ich da raus kam, fühlte ich mich noch mehr übers Ohr gehauen als beim ersten Mal *seufz* Ich hasse Banken....